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07.12.2004 11:57

Die Antwort auf PISA

Heike Zappe Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement
Humboldt-Universität zu Berlin

    Am heutigen Dienstag, dem 7.12.2004, stellen Kultusministerkonferenz und Humboldt-Universität den Direktor des neuen Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, Prof. Dr. Olaf Köller, vor.

    Die KMK hat im Juni 2004 das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) als An-Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin gegründet. In einer Grundsatzvereinbarung zwischen der KMK und der Humboldt-Universität ist festgehalten, dass hierzu eine Sonderprofessur für die Dauer von fünf Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung eingerichtet wird. Das IQB soll in wissenschaftlicher Kooperation mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Qualitätsverbesserung von Schulen in Deutschland beitragen und so den Anschluss an das internationale Leistungsniveau fördern. Gleichzeitig sollen die Vergleichbarkeit und Durchlässigkeit im Bildungswesen verbessert werden.

    An der Spitze des neu gegründeten "Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Wissenschaftliche Einrichtung der Länder an der Humboldt-Universität zu Berlin" (IQB) steht künftig Prof. Dr. Olaf Köller. Der 1963 geborene Psychologe und ausgewiesene Bildungsforscher hat am 30.11.2004 seinen Ruf als Direktor des IQB angenommen. 1997 wurde er an der Christian-Albrecht-Universität Kiel promoviert. Von 1996 bis 2002 war er in Berlin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung tätig und habilitierte sich 2001 an der Universität Potsdam. Während seiner Tätigkeit als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin arbeitete er gemeinsam mit Prof. Dr. Baumert an Schulleistungsuntersuchungen wie TIMMS und BIJU.

    "Mit der Besetzung der Institutsleitung des IQB ist ein weiterer wesentlicher Schritt zur Qualitätsentwicklung im deutschen Bildungswesen getan. Die Förderung der empirischen Bildungsforschung und die wissenschaftliche Unterstützung bei der Implementierung von bundesweit einheitlichen Bildungsstandards wird den Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik beschleunigen. Mit der Institutsgründung haben die Länder ihre schnelle Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt und ihren Willen zum Ausdruck gebracht, Probleme im Bildungsbereich gemeinsam anzugehen. Das Institut wird entscheidende Impulse für die Bewältigung der zentralen Herausforderungen nach PISA setzen. Dem Institutsleiter Prof. Köller wünsche ich bei dieser wichtigen Aufgabe viel Erfolg", so die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Doris Ahnen.

    Zentrale Aufgabe des IQB ist die Normierung und Überprüfung der Bildungsstandards. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Aufbau eines Aufgabenpools mit normierten Testaufgaben. Diese ermöglichen die Evaluation der Schülerleistungen und unterstützen die Veränderung des Unterrichtens in Richtung Kompetenzaufbau und Ergebnisorientierung.

    Prof. Dr. Olaf Köller sieht in seiner Arbeit dabei vor allem folgende Schwerpunkte: "Das IQB wird die nationalen Bildungsstandards in Kooperation mit den Ländern weiterentwickeln und nutzen, um breiten Aufgabensammlungen zu generieren, die langfristig Schulen in die Lage versetzen werden, sich selbstständig über das Erreichte im Unterricht zu vergewissern."

    Moderner Weg der Kooperation von Wissenschaft und Politik
    "Aus der Perspektive der Universität ist das IQB nicht allein eine Einrichtung der Länder, die Service-Funktionen wahrnimmt. Schon weil die Arbeit an den Bildungsstandards nicht ohne eigene Forschungsleistungen möglich ist, erweitert das IQB zugleich das Forschungsspektrum unserer Universität", meint Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Humboldt-Universität. "Es stärkt damit den Schwerpunkt Bildungsforschung innerhalb der HU und führt eine große Zahl von Disziplinen zu gemeinsamer Arbeit zusammen. Unser Dank gilt deshalb der KMK, dass sie diesen modernen Weg der Kooperation von Wissenschaft und Politik gewählt hat. Ohne die Anerkennung der wechselseitigen Autonomie kann die Forschung nicht gedeihen und die Entwicklungsarbeit für die Schule nicht fruchtbar werden. Wir wünschen Herrn Köller viel Erfolg bei seiner Arbeit - er lebt mit der großen Erwartung, dass die Leistungsmessung von Schulen belegen wird, dass Standardisierung der richtige Weg ist, die Qualität der Schulen zu verbessern."

    Informationen Prof. Dr. Olaf Köller
    Telefon [030] 2093 - 5335


    Dr. Angela Bittner, Pressesprecherin
    Telefon [030] 2093 - 2946
    E-Mail angela.bittner@uv.hu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


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