Internationaler Workshop beleuchtet die Zukunft der Ingenieurausbildung

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo


Teilen: 
11.03.1999 11:40

Internationaler Workshop beleuchtet die Zukunft der Ingenieurausbildung

Detlef Bremkens Dez. 3 KIT Kommunikation, Innovation, Transfer
Fachhochschule Bochum

    Mechatronik-Ausbilder aus 19 Ländern in Bochum.
    Für die Ingenieurausbildung der Zukunft ist die Mechatronik ein wichtiger Schlüssel. Dieses Fachgebiet an der Schnittstelle zwischen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik vereint alle Eigenschaften, die auch vom Ingenieur im 21. Jahrhundert erwartet werden: Interdisziplinarität, Internationalität und Teamfähigkeiten. Das bestätigen die Teilnehmer des "1st international Workshop on education in mechatronics" am 18. Und 19. März, die aus ingesamt 19 Ländern von überall auf der Welt zusammenkommen, um über die Ausbildung in diesem rasant wachsenden Ingenieurzweig zu beraten.

    Moderne High-Tech-Geräte, von der Waschmaschine übers Auto bis hin zum Industrieroboter, sind heute immer mehr als mechanische Systeme. Damit sie überhaupt oder unter allen Betriebsbedingungen optimal funktionieren, sind elektronische, programmgesteuerte Regelungssysteme notwendig. Das ist das Aktionsfeld der Mechatronik.
    Beim EM-Workshop stellen Vertreter der Industrie ihre Anforderungen an die Ausbildung von Mechatronik-Ingenieuren dar, Lehrende von Universitäten in Amerika, Asien und Europa beschreiben ihre Ausbildungswege und diskutieren die Anforderungen an die Lehrpläne.

    Für Wolfgang Weber von der Adam Opel AG sind Mechatronik-Ingenieure ein unverzichtbarer Baustein in der Belegschaft seines Unternehmens.
    Eine breit angelegte Ausbildung der technischen Mitarbeiter des Automobilherstellers ist von großer Bedeutung. Darum werden in vielen Bereichen Mitarbeiter eingesetzt, die nach Prinzipien der Mechatronik arbeiten. Da dürfen auch die vielseitigen Ingenieure dieses Fachgebiets nicht fehlen. Schließlich ist bei Opel Teamwork Teil der Firmenstrategie. Da sind vielseitige Techniker und Ingenieure, die ein weites Wissensspektrum haben, wichtig.

    In den USA und in Japan, wo die Mechatronik bereits einige Jahre früher als in Europa eingeführt wurde, haben die Universitäten gleichwohl großes Interesse an der Optimierung der Mechatronik-Ausbildung. Als immer noch neues Feld der Ingenieurwissenschaften sieht Prof. Lynn Abbott von der Virginia Polytechnic and State Uni-versity die Mechatronik auch als entwicklungsfähig an. Der Austausch von Erfahrungen, die Entwicklung gemeinsamer Ausbildungsstandards überall auf der Welt versteht er als Zukunftschance.
    Auch sieht er die Stärke der Mechatronik vor allem in ihrer Interdisziplinarität. "Mechatronik ist mehr als nur Maschinenbau plus Elektrotechnik", betont er. "Aber auch dann, wenn Universitäten oder Länder im weiten Betätigungsfeld der Mechatronik unterschiedliche Schwerpunkte setzen, ist das Wissen um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Ausbildung und Berufsbild ein wichtiger Schritt, den der Mechatronik-Workshop fördern kann.

    So können die Kongressteilnehmer in Bochum die Chance ergreifen, über die rein technischen Innovationen der Mechatronik hinauszugehen und neue, internationale Standards in der Ingenieurausbildung zu setzen. Dazu ist die Mechatronik nicht nur deshalb prädestiniert, weil sie als Fach noch so jung ist. Sie bietet auch durch ihren disziplinübergreifenden Ansatz neue Möglichkeiten: Mechatronische Systeme sind oft das Entwicklungsresultat unterschiedlicher Spezialisten. Ideal ist es, wenn ein Mechatronik-Ingenieur mit ihnen zusammenarbeitet, Bindeglied und Vermittler zwischen ihnen ist. Für den Erfolg der Arbeit sind Teamfähigkeit und Flexibilität darum eine wichtige Voraussetzung.

    Gemeinsames Ziel aller Hochschulen, die Mechatronik-Ingenieure ausbilden, könnte ein internationales Netzwerk sein, das sich die Weiterentwicklung der Mechatronik zur Aufgabe macht ("International NETWORK mechatronics universities").

    Schirmherrin des Workshops ist NRW-Landeswissenschaftsministerin Gabriele Behler.


    Weitere Informationen:

    http://www.fh-bochum.de/kit/em/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Maschinenbau
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay