In der Abteilung für Transplantationschirurgie und Chirurgie von Leber, Gallenwegen und Pankreas (Leitung Prof. Dr. Gerd Otto) des Universitätsklinikums Mainz wird seit 3 Monaten ein neues lasergestütztes Verfahren zur Therapie von Lebermetastasen eingesetzt. Dieses Therapieverfahren basiert auf der Zerstörung von Tumoren durch Hitze (hypertherme Therapie). Das Laserlicht eines Neodym-YAG-Lasers wird mittels feiner Glasfasern in das Tumorgewebe geleitet. Dort wird die Lichtenergie in Wärmeenergie umgewandelt und erzeugt im umgebenden Tumorgewebe eine in der Ausbreitung klar definierte Temperaturerhöhung bis über 100OC und führt dadurch zu einer Zerstörung der Tumorzellen.
An der Charité in Berlin (Prof. T. Vogl) konnte an bisher über 270 Patienten, davon 163 Patienten mit Lebermetastasen eines Dickdarmkrebses, im Vergleich zu anderen Therapieformen eine deutliche Verlängerung der Überlebensdauer der Patienten erzielt werden. So überleben vergleichbare Patienten mit Lebermetastasen eines Dickdarmkrebses im Schnitt etwa 15 Monate. Durch die Behandlung konnte die durchschnittliche Überlebensdauer auf 3 Jahre verlängert werden. Diese Patienten wurden nicht operiert, sondern ausschließlich mit Laser behandelt.
In der Abteilung für Transplantationschirurgie und Chirurgie von Leber, Gallenwegen und Pankreas des Mainzer Klinikums soll das Verfahren in den Fällen angewandt werden, in denen durch die Operation allein nicht sicher alle Metastasen entfernt werden können. Bei diesem Verfahren wird die Laserfaser während der Operation ultraschallgesteuert in die verbliebenen Metastasen eingeführt. Je nach Größe der Metastase dauert die Laserbehandlung etwa 10 Minuten. Das Verfahren eignet sich bei einer Metastasengröße bis zu 4 cm.
Bei den in Mainz bisher behandelten Patienten konnte durch eine kernspintomographische Kontrolle nach der Therapie in allen Fällen eine Zerstörung der Metastasen nachgewiesen werden.
Bislang wird die Kombinationstherapie Chirurgie und Laser als neuer Therapieansatz von Lebermetastasen in Deutschland nur in Mainz, Ulm und Berlin (Klinikum Benjamin Franklin) durchgeführt.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch
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