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25.01.2005 09:43

Räume des Wissens in Erfurt und Mainz

Jens Panse Pressestelle
Universität Erfurt

    Tagung des Kooperationsprojekts vom 28. bis 29. Januar 2005 im Erfurter Augustinerkloster

    Im Zusammenhang mit einem Kooperationsprojekt der Universitäten Mainz und Erfurt zu dem Thema "Räume des Wissens - Integration und Autonomie von bürgerlichen, geistlichen und wissenorientierten Kulturen in der Stadt" findet am 28. und 29. Januar im Augustinerkloster eine Fachtagung statt, die vor allem der Vernetzung der Teilprojekte und der Abstimmung über die weitere Vorgehensweise dient.

    Die Teilprojekte konzentrieren sich auf das Mittelalter und die frühe Neuzeit. Dabei folgen sie einer neueren Einsicht, im disziplinübergreifenden kulturwissenschaftlichen Forschen nicht nur auf zeitliche Entwicklungen und Zusammenhänge zu achten, sondern auch auf das lokale Neben- und Ineinander von Aktionsräumen und Wissensfeldern: Universität und Stadt, verschwiegene Archive und öffentliche Propaganda. Themen dieser Teilprojekte sind beispielsweise die Stätten des Wissens in Erfurt und Mainz, die juristische Lehr- und Beratertätigkeit der Erfurter Professoren, die katholischen Eliten sowie die universitäre und städtische evangelische Theologie in Erfurt. Exemplarische Untersuchungen zum Thema richten sich auf die illuminierten medizinischen Codices der Bibliotheca Amploniana.

    Die Teilprojekte werden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Universitäten durchgeführt; die relevanten Bibliotheken und Archive in Mainz, Erfurt und Meiningen stellen ihre fachkundige Begleitung zur Verfügung. Auch finanziell sind beide Universitäten beteiligt. Anfangs lag die Projektkoordination für mehrere Monate bei der Erfurter Katholisch-Theologischen Fakultät und ist vereinbarungsgemäß nun an den Interdisziplinären Arbeitskreis Mediävistik in Mainz übergegangen.

    Inzwischen zieht die Kooperation weitere Kreise: Weil sich bei der Entwicklung des Forschungsprojekts das Thema "Wissensräume" als ein grundsätzliches Desiderat in der historisch-kulturwissenschaftlichen Forschung gezeigt hat, soll in Mainz ein vom Wissenschaftsministerium in Rheinland-Pfalz finanziertes Forschungszentrum zu dieser Problematik entstehen, in welches zusätzlich das Trierer "Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften" einbezogen wird. "Wir erhoffen uns von der Einbindung des Mainz-Erfurt-Projektes in das Forschungszentrum, dass dieser größere Forschungskontext unsere eigene Arbeit inhaltlich bereichert und organisatorisch (z.B. bei der Drittmitteleinwerbung) erleichtert", kommentiert die Mainzer Mediävistin Prof. Dr. Mechthild Dreyer diesen Entschluss. Prof. Dr. Eberhard Tiefensee von der Katholisch-Theologischen Universität Erfurt fügt hinzu: "Das Kooperationsprojekt mit Mainz ist ein wichtiger Schritt der Universität Erfurt, die bisher über keinen eigenen Schwerpunkt Mittelalterforschung verfügt, durch Einbeziehung auswärtiger Fachleute die Bibliotheca Amploniana stärker ins Bewusstsein der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu bringen und damit eine Verpflichtung einzulösen, welche sie bei der Übernahme dieser wertvollen Bibliothek im Jahr 2001 eingegangen ist. Diesen Weg werden wir fortsetzen."

    Kontakt:
    Prof. Dr. Eberhard Tiefensee Tel.: 0361-737-2511 oder -2505
    E-mail: eberhard.tiefensee@uni-erfurt.de


    Weitere Informationen:

    http://www.mediaevistik.uni-mainz.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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