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19.03.1999 14:16

Die Rheinischen Kliniken Essen werden 25 Jahre alt

Monika Roegge Pressestelle Standort Essen
Universität Essen (bis 31.12.2002)

    Die Rheinischen Kliniken Essen, gleichzeitig Kliniken der Universität Essen, feiern ihren 25. Gebuertstag. Sie sind ein wichtiges Zentrum der Psychiatrie und Psychosomatik in der Region Essen.

    70/99
    18. März 1999

    Die Rheinischen Kliniken feiern ihren 25. Geburtstag, aber ihre ersten Einrichtungen haben den 50. längst hinter sich. Sie gehörten einst zu den Städtischen Krankenanstalten, später zum Universitätsklinikum. 1974 kamen sie in die Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland und wurden per Vertrag dem Land Nordrhein-Westfalen "für Zwecke der Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Psychiatrie zur Verfügung gestellt". Unter der Anschrift Virchowstraße 174 sind sie auf dem Klinikumsgelände zwischen Hufeland- und Virchowstraße zu finden, ein bedeutendes Zentrum der Psychiatrie und Psychosomatik in der Region Essen. Am kommenden Montag (22. März) feiert der Landschaftsverband im Auditorium maximum des Klinikums das Jubiläum der drei Kliniken und des Instituts, die unter dem sperrigen Sammelnamen "Rheinische Kliniken Essen - Kliniken/Institut der Universität-Gesamthochschule Essen" firmieren.

    Unter einer gemeinsamen Gesamtverantwortung - Leitender Arzt ist Professor Markus Gastpar - bestehen drei voneinander unabhängige Kliniken und das Institut für Forensische Psychiatrie. Die vier Direktoren sind C4-Professoren der Universität; das verschafft ihnen und ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Kooperation in Klinik und Forschung mit allen Einrichtungen der Hochschule.

    Rund 1 800 Patientenkontakte tragen die Kliniken, 6 000 ambulante Behandlungsfälle im Jahr die Ambulanzen. Es gibt verschiedene Spezialsprechstunden, etwa für Angstpatienten und Demenzerkrankungen, für Eßstörungen, Schizophreniekranke und Drogenabhängige. Dabei konzentrieren sich die Erwachsenenpsychiatrie - Professor Markus Gastpar - sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie - Professor Christian Eggers - auf Patienten aus Essen, während die Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik - Professor Wolfgang Senf - einen größeren regionalen Einzugsbereich hat und das Institut für Forensische Psychiatrie - Professor Norbert Leygraf - alle forensisch-psychiatrischen Abteilungen des Landschaftsverbandes Rheinland, insbesondere bei der Gefährlichkeitsprognose für psychisch kranke oder gestörte Straftäter betreut.

    Entsprechend dem Auftrag einer universitären Institution befassen sich alle vier Einrichtungen der Rheinischen Kliniken mit einer Reihe von Forschungsprojekten. Auf der Grundlage einer Kooperation zwischen Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie sind die Informationsverarbeitung und die Klärung des Krankheitsprozesses bei schizophrenen Patienten Thema mehrerer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderter Projekte. Ein weiterer Schwerpunkt, der ebenfalls von der DFG und zusätzlich vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wird, sind Untersuchungen zur Behandlung von opiatabhängigen Patienten, wobei das Untersuchungsspektrum von der Verhaltenstherapie über die klassische Substitutionsbehandlung bis hin zum narkosegestützten Entzug reicht. Entsprechend ist Essen auch Mitglied im "Forschungsverbund Sucht NRW".

    In der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden unter anderem DFG-geförderte Projekte zur Verlaufsforschung kindlicher und jugendlicher Psychosen, zu Impulsstörungen bei hyperkinetischen Patienten und zur Migrationsforschung betreut. In der Psychosomatik konzentrieren sich die Arbeiten auf Projekte zur Alterspsychosomatik, zu psychosomatischen Interventionsstrategien bei funktionellen Darmerkrankungen und zu den verschiedenen Formen der Eßstörungen.

    Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83-20 85
    Weitere Informationen: Professor Markus Gastpar, Telefon (02 01) 72 27-2 00


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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