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20.04.2005 11:15

Mauerblümchen Dienstleistungen

Bernd Müller Pressestelle
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

    Hersteller von Investitionsgütern verschenken beim Service Wachstumspotenziale, sagt das Fraunhofer ISI. Das Institut gibt Empfehlungen, wie Betriebe die Herausforderungen produktbegleitender Dienstleistungen meistern können.

    Entwickeln, produzieren und verkaufen - die meisten Hersteller von Investitions­gütern beschränken sich nach wie vor auf das althergebrachte Kerngeschäft. Dabei verlangen immer mehr Kunden einen Komplettservice auch beim Betrieb ihrer Investitionsgüter - eine Forderung, auf die sich die Anbieter nur zögernd einlassen: So beträgt beispielsweise im Maschinenbau der Anteil von Dienstleistungen am gesamten Umsatz nur rund acht Prozent. Dieses Ergebnis des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung deckt sich mit den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Auch wenn man berücksichtigt, dass ein Teil der Dienstleistungsumsätze im Komplettpreis enthalten ist und nicht extra ausgewiesen wird, zeigen diese Zahlen: Vorreiterunternehmen mit mehr als 20 Prozent Dienstleistungsumsatz sind eher die Ausnahme als die Regel.
    "Einige im Dienstleistungsbereich sehr aktive Industriefirmen erwecken den Eindruck, dass die Herausforderungen produktbegleitender Dienstleistungen in der ganzen Industrie bereits gemeistert seien", warnt ISI-Projektleiter Gunter Lay, "doch dieses Bild ist überzeichnet". Vor allem die Angst, von Kunden existenzbedrohende Forderungen diktiert zu bekommen, halte viele Betriebe davon ab, Dienstleistungen wie verpflichtende Servicevereinbarungen, Finanzierungsangebote oder sogar den Betrieb der Anlage in Eigenregie anzubieten. Dabei böten solche Dienstleistungen die Chance, so Lay, sich der Preiskonkurrenz zumindest ein Stück weit zu entziehen und gleichzeitig neue Märkte zu eröffnen.
    Im Projekt "Servicepartner Industrie" (SPIN) hat das Fraunhofer ISI gemeinsam mit 18 produzierenden Firmen Lösungen erarbeitet, die helfen sollen, produktbegleitende Dienstleistungen im Industriebetrieb zu verankern und betriebswirtschaftlich zu steuern. Dabei spielen technische und organisatorische Aspekte ebenso eine Rolle wie Marketingkonzepte oder die Qualifizierung der Mitarbeiter. Die Fallbeispiele und Tipps sind in dem Buch "Management produktbegleitender Dienstleistungen" zusammengefasst, das jetzt beim Physica-Verlag erschienen ist. Das "Controlling produktbegleitender Dienstleistungen" wird in einer weiteren Veröffentlichung desselben Verlags behandelt.

    Kontakt:
    Dr. Gunter Lay
    Telefon: (0721) 6809 - 300
    E-Mail: gunter.lay@isi.fraunhofer.de

    Die Presseinformationen des Fraunhofer ISI finden Sie auch im Internet unter http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm.
    Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktchancen technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik regionaler Märkte und die Innovationspolitik.

    Fraunhofer-Institut
    für System- und
    Innovationsforschung ISI
    Breslauer Straße 48
    76139 Karlsruhe
    www.isi.fraunhofer.de
    Öffentlichkeitsarbeit: Bernd Müller
    Telefon +49 (0) 721 / 68 09 - 100
    Telefax +49 (0) 721 / 68 09 - 270
    bernd.mueller@isi.fraunhofer.de


    Weitere Informationen:

    http://www.isi.fraunhofer.de/i/index.htm Bücher zu produktbegleitenden Dienstleistungen


    Bilder

    Organisation produktbegleitender Dienstleistungen in Abhängigkeit vom Anteil der mit Dienstleistungen beschäftigen Mitarbeiter
    Organisation produktbegleitender Dienstleistungen in Abhängigkeit vom Anteil der mit Dienstleistunge ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Maschinenbau, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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