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22.09.1999 14:14

Ausländische Direktinvestitionen beschleunigen Modernisierung

Dr. Michael Kopsidis Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa

    Tagungsband zur Entwicklung der Ernährungsindustrie in Mittel- und Osteuropa:
    Erfolg und Mißerfolg der Ernährungsindustrie haben großen Einfluß auf die Wettbewerbsfähigkeit der Agrar- und Ernährungswirtschaft insgesamt. Das gilt sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Aufgrund der zentralen Bedeutung ist es wichtig, die Entwicklung dieses Sektors im Transformationsprozeß näher zu untersuchen. Hierzu leistet der nun erschienene Tagungsband "Food Processing and Distribution in Transition Countries: Problems and Perspectives" einen wesentlichen Beitrag.

    Es handelt sich um den dritten Band einer Publikationsreihe des Instituts für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO). Das IAMO unterstützt die jungen Marktwirtschaften in Ihrem Transformationsprozess, indem es Orientierungs- und Entscheidungshilfen für den Agrar- und Ernährungssektor und die Wirtschaftspolitik erarbeitet. Der aktuelle Tagungsband schafft dafür wissenschaftliche Grundlagen. 48 Wissenschaftler aus Europa und den USA analysieren die Probleme der Nahrungsmittelverarbeitung in den Transformationsländern anhand von Fallstudien.

    Der von Professorin Monika Hartmann und Jürgen Wandel herausgegebene Band legt einen besonderen Schwerpunkt auf ausländische Direktinvestitionen (ADI). Diese erfüllen wichtige Funktionen im gesamten Transformationsprozeß und besonders für die Wettbewerbs-fähigkeit der Ernährungsindustrie. ADI erleichtern erstens den Transfer von technischem und Management-Wissen aus den westlichen Industriestaaten. Dies geschieht zum Beispiel dadurch, daß sich die lokalen Firmen dieses Know-how leicht von ihren neuen "Nachbarn" durch "Abgucken" aneignen können oder einfach Personal der ausländischen Firmen übernehmen. Zweitens bringen ADI dringend benötigtes Sach- und Finanzkapital in die Transformationsländer und drittens steigt die Anzahl der Marktteilnehmer. Dadurch wird der Wettbewerb intensiviert und der Druck auf die lokalen Firmen steigt. Diese stehen vor der Alternative, aus dem Markt auszuscheiden oder ihre Effizienz zu erhöhen. Dies beschleunigt die Modernisierung im Ernährungs- und mittelbar auch im Agrarsektor.

    Insgesamt zeigen die Beiträge, daß in fast allen Transformationsländern bereits beachtliche Fortschritte bei der Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Agrar- und Ernährungssektors erzielt worden sind. Allerdings sind noch lange nicht alle Schwierigkeiten überwunden. Dies gilt vor allem für Russland, dessen Ernährungssektor immer weiter hinter den EU-Beitrittskandidaten zurückfällt.

    Hartmann, M., Wandel, J. (1999): Food Processing and Distribution in Transition Countries: Problems and Perspectives. Studies on the Agricultural and Food Sector in Central and Eastern Europe, Vol. 3, Kiel.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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