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02.06.2006 15:12

Kleinste Lichtpakete für große Datenmengen

Dr. Elisabeth Zuber-Knost Presse und Kommunikation
Universität Karlsruhe (TH) - Forschungsuniversität.gegründet 1825

    Nr. 52/02.06.2006/le

    Kleinste Lichtpakete für große Datenmengen

    Professor Dr. Martin Wegener erhält Landesforschungspreis

    Für seine Forschungen auf dem Gebiet der künstlichen Materialien aus der Nanotechnologie zeichnet das Land Baden Württemberg Professor Dr. Martin Wegener vom Institut für Angewandte Physik an der Universität Karlsruhe mit dem Landesforschungspreis aus. Die

    Verleihung des Landesforschungspreises 2005
    an Professor Dr. Martin Wegener findet
    am Mittwoch, 7. Juni, um 18 Uhr
    im Kollegiengebäude I der Universität Freiburg
    (Hörsaal 1010, Werthmannplatz 3) statt.

    Den Preis wird Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg überreichen.

    Wegener und sein Team, das sowohl an der Universität Karlsruhe als auch am Forschungszentrum aktiv ist, haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie dreidimensionale photonische Kristalle zuverlässig und preisgünstig herstellen können. Diese sollen es ermöglichen, Chips zu bauen, die auf Lichtbasis funktionieren und beispielsweise im Internet eingesetzt werden können.

    Gegenüber den zurzeit genutzten Chips, bei denen die Daten mit Elektronen übertragen werden, nutzen die optischen Bauelemente dafür kleinste Lichtpakete, so genannte Photonen. Sie haben folgende Vorteile: "Licht als Informationsträger hat zwei attraktive Eigenschaften. Zum einen sind Photonen fast immer viel schneller als Elektronen, zum anderen können sich zwei Lichtstrahlen gegenseitig durchdringen, ohne sich zu stören", erläutert Wegener. Die photonischen Kristalle, die Wegener entwickelt hat, sind geeignete Werkstoffe, mit denen sich das Licht lenken, bündeln, umwandeln und filtern lässt.

    Das Wissenschaftsministerium verleiht den Landesforschungspreis zum 16. Mal. Neben Wegener erhält Professor Dr. Rolf Stürner von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg die Auszeichnung. Mit dem Preisgeld von je 100.000 Euro haben die Forscher die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Projekte weiter voranzutreiben.

    Mit Wegener erhält bereits zum fünften Mal ein Forscher der Universität Karlsruhe diese Auszeichnung. Frühere Landesforschungspreise gingen an Professorin Dr. Doris Wedlich (2002), Professor Dr. Thomas Schimmel (2000), Professor Dr. Reinhard Ahlrichs (1999) und Professor Dr. Peter Herrlich (1995).

    Zur Person Professor Dr. Martin Wegener
    Wegener lehrt und forscht seit 1995 am Institut für Angewandte Physik der Universität Karlsruhe. Hier ist er seit 1999 Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs und seit Juli 2001 Koordinator des DFG-Forschungszentrums "Funktionelle Nanostrukturen". Seit Mai 2001 leitet er die Arbeitsgruppe "Photonische Kristalle" am Institut für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe. Er erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen für Forschung und Lehre, darunter der Landeslehrpreis Baden-Württemberg 1998 und der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis im Jahr 2000. Anfang dieses Jahres wurde Martin Wegener mit dem Carl Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet und vor kurzem wurde er zum Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

    Programm
    Begrüßung: Professor Dr. Wolfgang Jäger, Rektor der Universität Freiburg
    Begrüßung und Preisverleihung: Professor Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
    Talkrunde mit den Preisträgern
    Festrede: Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
    Musikalischer Abschluss
    Stehempfang

    Weitere Informationen:
    Angelika Schukraft
    Presse und Kommunikation
    Universität Karlsruhe (TH)
    Telefon: 0721/608-6212
    E-Mail: schukraft@verwaltung.uni-karlsruhe.de


    Weitere Informationen:

    http://www.presse.uni-karlsruhe.de/5721.php


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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