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06.04.2000 10:01

Die Zukunft der christlich-islamischen Beziehungen

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Rostock

    Rostocker Religionswissenschaftler analysiert im Rahmen eines Gastvortrags an der Universität Lund Besonderheiten im deutschen Kontext

    Großes Interesse fand ein Gastvortrag von Prof. Klaus Hock (Theologische Fakultät) an der Universität Lund: Der Rostocker Religionswissenschaftler war gebeten worden, im Rahmen einer Vortragsreihe der "Teologiska institutionen" über christlich-islamische Beziehungen im deutschen Kontext zu berichten. Da viele hochkarätige Fachvertreterinnen und Fachvertreter der Universität Lund aus Gebieten wie Religionssoziologie, Systematischer Theologie, Ökumenik und anderen benachbarten Disziplinen anwesend waren, schloss sich dem Vortrag eine angeregte Diskussion auf hohem Niveau an. Das lebhafte Gespräch dürfte das auch in Skandinavien wachsende Interesse an dieser Thematik widerspiegeln. Zwar ist dort der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung weitaus geringer als in Deutschland, aber manche der Probleme sind sich durchaus ähnlich, so z.B. hinsichtlich der Frage, ob Muslimen die Erlaubnis zum lautsprecherverstärkten Gebetsruf erteilt werden soll: Wie eine erst kürzlich durchgeführte Befragung ergab, steht die Mehrheit der dänischen Lutheraner einem solchen Ansinnen ablehnend gegenüber, während vor wenigen Tagen den Muslimen in der norwegischen Hauptstadt Oslo ein entsprechender Antrag positiv beschieden wurde; in Deutschland ist die Bevölkerung in dieser Frage gespalten.
    Mit Prof. Hock konnte die Universität Lund einen kompetenten Referenten und ausgewiesenen Experten gewinnen: Schon seit längerem gehört die Beschäftigung mit Fragen der christlich-islamischen Beziehungen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zu den Forschungsschwerpunkten des Rostocker Religionswissenschaftlers. Vor drei Jahren wurde er in die Islam-Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) berufen, ein Expertengremium, dessen Arbeit an der Erstellung einer "Handreichung zur Gestaltung der christlichen Begegnung mit Muslimen" unter dem Titel "Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland" demnächst abgeschlossen sein wird.
    Der Gastvortrag von Prof. Hock soll in den Beziehungen zwischen den Theologischen Fakultäten der Universitäten Lund und Rostock keine Eintagsfliege bleiben. Bereits für den nächsten Monat ist der Besuch von zwei Vertretern der Lunder Fakultät in Rostock geplant, und erneut werden Wissenschaftler aus Lund beim "Rostocker Forum", das vom 4.-7. Oktober diesen Jahres zum dritten Mal stattfinden wird, mitwirken. Die Theologische Fakultät unternimmt damit wichtige Schritte, um ihre internationalen Beziehungen im baltischen Raum weiter auszubauen und zu verfestigen.

    Dr. Klaus-Michael Bull


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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