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10.04.2000 12:26

Jean-Luc Nancy: "Bild und Gewalt"

HU- Pressestelle Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement
Humboldt-Universität zu Berlin

    Jean-Luc Nancy: "Bild und Gewalt"

    46/2000
    04.04.2000
    Vortrag im Rahmen des
    Graduiertenkollegs Codierung von
    Gewalt

    Der Vortrag wird nach den konstitutiven Voraussetzungen jener
    Behauptungen fragen, die uns heute so vertraut geworden sind
    und die selbstredend, qua scheinbarer Evidenz, Gewalt und Bild
    miteinander verknüpfen: nämlich dass es eine Gewalt der Bilder
    gibt und dass Bilder der Gewalt von allen Ecken und Enden der
    Welt allgegenwärtig sind, uns heimsuchen und überfluten. Wie
    jene Behauptungen sehr rasch in ethische, juridische und
    ästhetische Regulierungsforderungen von Bildgewalt und
    Gewaltbildern einmünden, wirft Nancys Distanznahme qua
    Rückgang in den Möglichkeitsgrund dieser Verknüpfung dagegen
    gerade die Frage nach der Verantwortung von Kunst auf eine
    Weise auf, die jeden Kontrolldiskurs aus dem Geiste der
    Evidenz immer schon unterläuft. Nancy wird Gewalt und Bild
    zunächst gesondert traktieren, um über den Aufweis einer
    eigentümlich parallelen Ambivalenz, die unsere allgemeine
    Einschätzung sowohl der Gewalt als auch des Bildes trägt,
    deren Verknüpfbarkeit zu denken, aus der die Frage nach der
    Verantwortung von Kunst allererst ersteht. Jean-Luc Nancy ist
    Professor für Philosophie an der Université Marc Bloch in
    Strasbourg. Er war als Gastprofessor auch in Berlin, Irvine, San
    Diego und Berkeley tätig.

    Letzte Buchveröffentlichungen: Etre Singulier Pluriel, Paris
    1996; Hegel, l'inquiétude du négatif, Paris 1997; La naissance
    des seins, Valence 1997; Le regard du portrait, Paris 2000 In
    deutscher Übersetzung liegen vor u. a.: Der unterbrochene
    Mythos, Stuttgart 1985; Die undarstellbare Gemeinschaft,
    Stuttgart 1988;Das gemeinsame Erscheinen. Von der Existenz
    des "Kommunismus" zur Gemeinschaftlichkeit der "Existenz", in:
    Joseph Vogl (Hg.), Gemeinschaften. Positionen zu einer
    Philosophie des Politischen, Frankfurt am Main 1994; Das
    Gewicht eines Denkens, Düsseldorf 1995; Der Nazi-Mythos (zus.
    mit Philippe Lacoue-Labarthe, in: Georg-Christoph
    Tholen/Samuel Weber (Hg.), Das Vergessen(e), Wien 1997;
    Kalkül des Dichters nach Hölderlins Maß, Stuttgart 1997; Die
    Musen, Stuttgart 1999; Der Sinn des Politischen, in: Wolfgang
    Pircher (Hg.), Gegen den Ausnahmezustand, Wien 1999; Der
    Eindringling/L'intrus. Das fremde Herz, Berlin 2000 Jean-Luc
    Nancy ist im deutschsprachigen Raum auch als Autor zahlreicher
    Artikel für die Zeitschrift Lettre Internation bekannt geworden.
    Jacques Derrida hat sich in Le toucher, Jean-Luc Nancy, Paris
    2000 ausführlich mit dem Denken Nancys beschäftigt. Zu Nancy
    ist außerdem erschienen: Darren Sheppard/Simon Sparks/Colin
    Thomas (ed.), On Jean-Luc Nancy, Routledge 1997

    Der Vortrag findet statt am Mittwoch, dem 19. April 2000,
    um 19 Uhr im Senatssaal, Humboldt-Universität zu Berlin,
    Unter den Linden 6
    Informationen:
    Institut für deutsche Literatur, Graduiertenkolleg Codierung von
    Gewalt im medialen Wandel, Dr. Elisabeth Wagner
    Telefon:
    201 96 777, Telefax 201 96 690
    E-Mail:
    elisabeth.wagner@rz.hu-berlin.de
    WWW:
    http://www2.hu-berlin.de/literatur/mosse.htm


    Weitere Informationen:

    http://www2.hu-berlin.de/literatur/mosse.htm


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Sprache / Literatur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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