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13.06.2007 13:49

Wetterbericht für Energieanlagen nutzbar machen

Dr. Ingrid Horn Corporate Communications und Marketing / Pressestelle
Hochschule Ulm

    Ob's stürmt oder schneit ist heute nicht nur für den Landwirt oder den Touristen von Bedeutung, sondern auch für jene die auf die Nutzung der Sonnenenergie als Stromlieferant setzen. Um zuverlässige Ertragsprognosen zu erstellen, bedarf es der systematischen Auswertung einer Fülle von Wetterdaten. Durch einen Kooperations-vertrag mit der meteocontrol GmbH hat sich die Hochschule Ulm (ehemals Fachhoch-schule Ulm) kürzlich die Nutzung einer solchen Wetterdatenbank gesichert. Im
    Gegenzug unterstützt die Hochschule Ulm die Firma meteocontrol bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

    Das Unternehmen meteocontrol mit Sitz in Augsburg ist ein führender Dienstleister im Bereich regenerativer Energien. Es stellt seine umfangreiche Wetterdatenbank der Hochschule Ulm zur Verfügung, die nun ihrerseits diese Daten in Studien- und Abschluss-arbeiten analysiert und für die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der dezentralen Energieversorgung nutzt. Beide Partner zielen dabei auf eine Win-Win-Situation ab und schließen die Planung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in ihre Überlegungen mit ein. Mit der Analyse von Wetterdaten lassen sich vielerlei Ziele verfolgen. Um die Ertragsprognosen für Solarstrom-Anlagen zuverlässiger zu gestalten, müssen die Verfahren der Datenerfassung und der Auswertung weiterentwickelt und auf ihre Tauglichkeit geprüft werden. Gelingt es Wetterprognosen für die Klimaregelung in Gebäuden nutzbar zu machen, so lässt sich die Energiebilanz optimieren. Die maschinenlesbare Aufbereitung von Wetterinformation kann auch die Basis liefern, Dienstleistungen zu entwickeln, die eine höhere Energieeffizienz bei Stromverbrauch, Heizung und Kühlung herbeiführen. Schließlich dürften Informationssysteme für Haushalte, die durch eine klare grafische Aufbereitung der Daten die Energienutzung transparent machen auf eine große Nachfrage stoßen. Vor allem wenn es sich um einen sinnvollen Mix von regenerativen und konventionellen Energieträgern handelt.

    Die Hochschule Ulm verfügt über moderne Labore im Bereich Energietechnik und Energiewirtschaft, wobei sie das gesamte Spektrum von der Kerntechnik bis zur Brennstoffzelle abdeckt. Der rationelle Einsatz der verschiedenen Technologien ist nur mit Hilfe eines fundierten Energiedatenmanagements möglich. Die entsprechende Fachkompetenz hat sich die Hochschule Ulm im letzten Jahr durch eine Stiftungsprofessur ins Haus geholt. "Eine nachhaltige Energieversorgung mit verstärktem Einsatz dezentraler Energietechniken und neue innovative Konzepte für eine effiziente Energienutzung brauchen die intelligente Kombination von energietechnischem und meteorologischem Know-how", erläutert Stiftungsprofessor Gerd Heilscher. Für Martin Scholla, Geschäftsführer der meteocontrol, ist die Kooperation mit der Hochschule Ulm in doppelter Hinsicht vorteilhaft: "Sie wird uns helfen, das hohe Innovationstempo bei der Entwicklung der dazu notwendigen Produkte und Dienstleistungen zu halten und uns für diese schnell wachsenden Märkte das praxisnah ausgebildete Personal sichern."

    Ansprechpartner:
    Professor Gerd Heilscher, Fon 0731/50 28 360, E-Mail: heilscher@hs-ulm.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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