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06.08.2007 17:29

Neue Humboldt-Stipendiaten an der LMU

Luise Dirscherl Referat Kommunikation und Presse
Ludwig-Maximilians-Universität München

    Erneut haben sich Humboldt-Stipendiaten für einen Forschungsaufenthalt an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entschieden. Die Wissenschaftler Professor Eyal Benvenisti, Professor Bissera V. Pentcheva, Professor James A. Kelhoffer, Dr. Aurore Vidy sowie Dr. Simone Paganini werden für jeweils rund ein Jahr finanziert von der Alexander von Humboldt-Stiftung als Stipendiaten an der LMU forschen.

    Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht hoch qualifizierten promovierten ausländischen Nachwuchswissenschaftlern, ein Forschungsvorhaben eigener Wahl in Deutschland durchzuführen und den jeweiligen deutschen Gastgeber selbst auszuwählen. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation.

    Über die Forschungsstipendiaten:

    Professor Eyal Benvenisti von der Universität Tel Aviv wird am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht (Professor Georg Nolte) zu Gast sein. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Problem der Wasserverteilung und nachhaltigen Wassernutzung unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten, mit der Frage nach militärischer Gewaltanwendung und Besetzung sowie der Anwendung von Völkerrecht durch nationale Gerichte. Eyal Benvenisti erwarb den Master of Law an der Yale University, USA. Seine Doktorarbeit über "The International Law of Occupation" wurde im Jahr 1990 mit dem Ambrose-Gherini-Preis der Yale-Fakultät für "die beste Arbeit zum Völkerrecht oder Internationalem Privatrecht" ausgezeichnet. Im gleichen Jahr ging er an die Hebräische Universität Jerusalem, wo er im Jahr 1998 zum Full Professor ernannt wurde. Im Jahr 2002 nahm er einen Ruf an die Juristische Fakultät der Universität Tel Aviv an, wo er gleichzeitig Direktor des CEGLA Center for Interdisciplinary Research wurde.

    Professor Bissera V. Pentcheva von der Stanford University, USA, wird ihr Forschungsstipendium am Institut für Kunstgeschichte (Professor Avinoam Shalem) absolvieren. Ihr Forschungsfeld ist die byzantinische Kunst, deren Ästhetik durch eine besondere Vielfalt in Farbigkeit und Gestalt geprägt ist und die in kirchlichen und herrschaftlichen Zeremonien einen wichtigen Platz einnahmen. An der LMU beschäftigt sie sich insbesondere mit der Rolle der fünf Sinne in der Wahrnehmung und Rezeption byzantinischer Kunstwerke, speziell von Heiligenbildern. Sie spürt dabei dem Wandel im Einsatz von Materialien und Oberflächendarstellungen nach, den die byzantinische Kunst durchlief und zieht dafür auch Gedichte, Hymnen oder Texte über das Leben von Heiligen zu Rate. Bissera V. Pentcheva wurde 2001 an der Harvard University zum Ph.D. promoviert. Seit 2003 ist sie Assistant Professor am Department of Art & Art History der Stanford University.

    Professor James A. Kelhoffer von der Saint Louis University, USA, wird für ein Jahr am Institut für Neutestamentliche Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät (Prof. Jörg Frey) forschen. In seinem Projekt beschäftigt er sich mit dem Verhältnis von Verfolgungserfahrungen und geistlicher Autorität in den Anfängen des Christentums. James A. Kelhoffer ist ein international renommierter Spezialist für die frühchristliche Literatur des 2. und 3. Jahrhunderts. Er wurde an der University of Chicago 1999 zum Ph.D. promoviert und ist derzeit Assistant Professor für Neues Testament und frühe christliche Literatur am Department of Theological Studies der Saint Louis University.

    Dr. Aurore Vidy forscht am Lehrstuhl Virologie des Max von Pettenkofer-Institutes an der LMU über Herpesviren. Sie verwendet neue, in das Virus eingebaute Schalter, die es erlauben sollen, die Ausbreitung von Viren im Organismus auf der Zellebene verfolgen und quantifizieren zu können. Ziel ist es, herauszufinden, wie die immunologische Abwehr die Virusausbreitung in bestimmten Geweben hemmt und mit welchen Funktionen das Virus versucht, diese Abwehr zu unterlaufen. Die Arbeiten beruhen auf genetischen Verfahren in Verbindung mit spezifischen biochemischen und immunologischen Untersuchungen. Aurore Vidy hat im Jahr 2003 am Institut Pasteur, Paris, ein Master-Studium über Grundlagenvirologie absolviert und wurde anschließend mit einer experimentellen Arbeit 2006 an der Universität Paris promoviert.

    Dr. Simone Paganini untersucht in der Abteilung Altes Testament der Evangelischen Fakultät (Professor Eckart Otto) althebräische Gesetzestexte. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Untersuchung der Beziehung zwischen einer 1967 in der jüdischen Wüste entdeckten Tempelrolle und dem biblischen Buch Deuteronomium, über das er auch einen Kommentar schreibt. Simone Paganini wurde 2002 mit einer Arbeit über das Buch Jesaja an der Universität Innsbruck promoviert. Für seine wissenschaftliche Forschung wurde er mit dem Preis der Landeshauptstadt Innsbruck und mit dem Förderpreis der Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien ausgezeichnet.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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