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Wissenschaft
PD Dr. Markus Ploner, Neurologe am Klinikum rechts der Isar der TU München, ist einer der Preisträger des diesjährigen EFIC-Grünenthal Grant, mit dem junge Schmerzforscher gefördert werden. Neben ihm werden europaweit vier weitere Wissenschaftler durch die europäische Schmerzgesellschaft EFIC und das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von jeweils 20.000 Euro sollen Projekte zu Schmerzmechanismen sowie innovative klinische Schmerzforschung unterstützt werden.
Ploner wurde für seine Forschung zur Schmerzwahrnehmung ausgezeichnet. Er konnte zeigen, wie sich das subjektive Schmerzempfinden eines Menschen in den Aktivitäten des Gehirns widerspiegelt. So ruft die Wahrnehmung von Schmerz im Gehirn sogenannte Gamma-Oszillationen (das sind rhythmische Nervenzellenaktivitäten im Frequenzbereich zwischen 40 und 100 Hz) hervor. Die Ausprägung dieser Oszillationen gibt dabei eher die subjektiv wahrgenommene Stärke des Schmerzes als seine objektiven Eigenschaften wieder. Mit dem Preisgeld soll das Phänomen der schmerzassoziierten Gamma-Oszillationen näher untersucht werden.
Chronische Schmerzen als Krankheit verstehen
Chronische Schmerzen wie Arthritis, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität von Millionen von Menschen in ganz Europa, fast 20% aller Erwachsenen sind betroffen. Dabei wird Schmerz häufig als 'bloßes Symptom' gesehen. Nach Ansicht der Schmerzgesellschaft EFIC und des Unternehmens Grünenthal sollten jedoch zumindest chronische Schmerzen als eigene Krankheit wahrgenommen werden, die nur durch spezifische ärztliche Fortbildung und durch Erforschung der Ursachen geheilt werden kann. Daher fördern sie mit dem EFIC-Grünenthal Grant Projekte in der klinischen und experimentellen Schmerzforschung.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

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