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Wissenschaft
Der Boden des Jahres 2008 wird die Braunerde.
Damit wird zum 4. Mal anlässlich des Weltbodentages ein Boden des Jahres vorgestellt. Die Braunerde folgt den Böden Schwarzerde (2005), Fahlerde (2006) und Heide-Podsol (2007).
Braunerden sind weltweit verbreitet und erfüllen viele wichtige Funktionen für die Menschen und die Umwelt wie Ernährung, Holzproduktion, Trink- und Grundwasserbildung, Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Ihren Namen verdanken sie ihrer Entstehung: eisenhaltige Minerale verwittern zu Eisenoxiden, die den Boden gemeinsam mit den Tonmineralen und dem Humus intensiv rotbraun färben. Ihre Entstehung ist an feucht-warmes Klima gebunden. Sie kommen als Relikte aber auch in den Wüsten Nord- und Südafrikas vor, was darauf hindeutet, dass dort einmal andere Klimaverhältnisse geherrscht haben müssen.
Der Botschafter der Republik Österreich, S.E. Dr. Christian Prosl, hat die Schirmherrschaft über den Boden des Jahres 2008 übernommen, da der Vorschlag von Bodenkundlern Österreichs eingereicht wurde. Mit der erstmals gemeinsam gestalteten und über Ländergrenzen hinweg stattfindenden Aktion Boden des Jahres wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die knappe Ressource Boden transnationale Bedeutung hat und die Probleme der Bodendegradierung und des Bodenschutzes in Europa nur grenzübergreifend zu lösen sind. Damit soll das Bodenbewusstsein in beiden Ländern weiter gestärkt werden und eine Initialwirkung für ähnliche Aktionen in weiteren europäischen Ländern haben. Auf der Eurosoil in Wien im Sommer 2008 wird ein europäisches Aktionsbündnis Boden des Jahres vorgeschlagen werden.
Zur Festveranstaltung zur Präsentation Boden des Jahres 2008 laden Herr Botschafter Prosl und das Kuratorium Boden des Jahres anlässlich des Weltbodentages ein.
Die Veranstaltung findet am 03.12.2007 um 11:00 Uhr in der Botschaft der Republik Österreich, Stauffenbergstr.1, 10785 Berlin, statt.
Melden Sie Ihre Teilnahme (Name, Beruf oder Einrichtung) bitte bis zum 30.11.07 an.
bei:
Prof. Dr. Monika Frielinghaus
Kuratoriumssprecherin
ZALF Müncheberg
Fax: 033432 - 82280
oder per e.mail: frielinghaus@zalf.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Geowissenschaften, Gesellschaft, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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