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27.11.2007 11:37

Internationales und interdisziplinäres Forschungskolloquium "Transmediality & Transculturality"

Petra Giegerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Zum ersten Mal bringt eine interdisziplinäre und internationale Tagung Wissenschaftler aus den Transmedialitäts- und den Transkulturalitätsstudien zusammen - Veranstaltung vom 6. bis 9. Dezember 2007 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Zum ersten Mal bringt eine interdisziplinäre und internationale Tagung Wissenschaftler aus den Transmedialitäts- und den Transkulturalitätsstudien zusammen. Ziel ist Koordinierung und Erweiterung der Begriffe und Theorien zur Transmedialität und Transkulturalität, welche die Forschung herausgebildet hat und anwendet. Hinsichtlich der Transkulturalitätsstudien wurden in der internationalen Diskussion die Lücken zwischen einerseits Sozialphilosophie und Amerikanistik/Anglistik und andererseits Romanistik und Lateinamerikanistik noch nicht geschlossen, obwohl die Verwendung des Begriffs der Transkulturalität in den Lateinamerikastudien bis in die 1940er Jahre zurückdatiert. Der Begriff Transmedialität wiederum, wie er zur Zeit in Medienwissenschaften, Narratologie, Kunstgeschichte und Ästhetik entwickelt wird, steht im Wettbewerb mit den Begriffen Remediation und Adaption. Ein systematischeres Verständnis der Formen und Typologien des Wandels, Austauschs und Prozesses, die von Transmedialität und Transkulturalität konnotiert werden, mag sich als bereichernd für die kritische Nutzbarkeit beider Begriffe wie auch für die verschiedenen Ansätze in den beteiligten Disziplinen erweisen.

    Die Tagungsbeiträge beschäftigen sich mit theoretischen Fragen wie auch mit der kritischen Anwendung der Begriffe auf Literatur, Medien, Bildkunst und Film, und auf weitere kulturelle Artefakte und Phänomene. Diskutiert werden unterschiedliche Konzeptualisierungen von Transmedialität und Transmedialisierung oder von Transkulturalität und Transkulturalisierung mit ihren Quellen; Transkulturalität, Globalisierung und Planetarität; transkulturelle und transmediale Erzählformen; das Verhältnis von Intermedialität/Interkulturalität und Transmedialität/Transkulturalität; transmediale und transkulturelle Gattungen; historische Formen von Transkulturalität oder Transmedialität; Transmedialität und Transkulturalität im Verhältnis zu z.B. Translingualität, Transnationalität, Transdisziplinarität, Transversalität, oder Translation. Es gilt dabei auch, die sich derzeit abzeichnende Kritik des Kulturbegriffs und die Abwendung vom kulturwissenschaftlichen Paradigma in der Theorie der globalen Gesellschaft zugunsten von Theorien der Lebensformen in den Blick zu nehmen; diese langfristigste Entwicklung wird z.B. in der Formulierung der Transkulturalität als eines Übergangsstadiums entworfen und soll in ihrer Tragweite - durchaus kontrovers - erwogen werden. Anders müssen entwickelte Transmedialitäts- und Transkulturalitätswissenschaften als Diversitätsarchive und Diversitätsgaranten einer philosophischen Wissenschaft der Lebensformen gelten.

    Das Kolloquium wird vom Forschungsfonds 2007 der Universität Mainz gefördert. Konferenzsprache ist Englisch. Neben Plenarvorträgen mit jeweils anschließender Respondenz und Diskussion am 6., 8. und 9. Dezember tagen am Freitag, den 7. Dezember, Arbeitsgruppen in parallelen Sitzungen. Als Teil des Rahmenprogramms lädt anschließend die britisch-französische Pianistin Emilie Crapoulet unter dem Titel "Transmediality and Transculturality in Performance: from Aloysius Bertrand's La Nuit et ses prestiges (1842) to Maurice Ravel's Gaspard de la nuit (1908)" zu einem Gesprächskonzert zwischen Spätromantik und französischem Impressionismus ein.

    Vortragende sind u.a. Mary Ann Doane (Modern Culture and Media, Brown University, Providence), Alfonso de Toro (Romanistik/Ibero-Amerikanistik, Universität Leipzig) und Karin Bruns (Medientheorie, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz). Das aktuelle Programm ist zu finden unter http://www.uni-mainz.de/Organisationen/transmedtranscult. Zu allen Veranstaltungen sind Interessierte herzlich eingeladen!

    Kontakt und Informationen:
    Dr. habil. Nadja Gernalzick
    gernalzick@uni-mainz.de
    Katarina Šakic, stud.phil.
    sakick@uni-mainz.de
    American Studies
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    Tel. 06131 39-22711
    http://www.amerikanistik.uni-mainz.de/gernalzick.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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