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Wissenschaft
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg fördert plattdeutschen Schülerwettbewerb
Am 4. Dezember 2007 wird in Magdeburg wieder plattdeutsch gesprochen: die neun Besten der Regionalwettbewerbe "Schüler lesen platt" aus der Börde, der Altmark und dem Harz ermitteln dann ihre Landessieger.
Was: Landesausscheid "Schülerinnen und Schüler lesen platt"
Wann: 4. Dezember 2007, 14.00 Uhr
Wo: Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse, Lübecker Str. 126, 39124 Magdeburg
Das Plattdeutsche ist kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache, die sich ab 800 aus dem Germanischen entwickelt hat und bis heute in der Nordhälfte Sachsen-Anhalts gesprochen wird. Denn quer durch Sachsen-Anhalt verläuft die wichtigste Sprachgrenze im deutschen Sprachgebiet, nämlich die, die das Niederdeutsche im Norden vom Hochdeutschen im Süden trennt. Diese Linie teilt selbst den Harz in sprachlicher Hinsicht, in Hasselfelde spricht man eher plattdeutsch, in Stiege hochdeutsch.
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. veranstalten diesen Wettbewerb bereits zum 13. Mal. Diese beständige Sprachpflege ist an der Universität 1995 aus einem Forschungsvorhaben erwachsen. Damals wurde untersucht, wie präsent das Plattdeutsche ist und befunden, dass der Sprecher über 60 Jahre ist und im ländlichen Raum wohnt.
Von den Vorlese-Wettbewerben versprechen sich Germanisten und Heimatforscher, dass sich Kinder zum einen mit den Traditionen ihrer Großeltern befassen und anderseits muttersprachliche Fähigkeiten trainieren.
Der Wettbewerb ist öffentlich. Zuschauer sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.
Ansprechpartner: Dr. Ursula Föllner, Institut für Germanistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-16645, E-Mail: ursula.foellner@ovgu.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Sprache / Literatur
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
Deutsch

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