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Wissenschaft
Mit einer neuen Förderinitiative unterstützt die VolkswagenStiftung den Durchbruch der Nanotechnologie im makroskopischen Maßstab.
Seit Jahren entwickeln Wissenschaftler neue Materialien und Komponenten mit herausragenden Eigenschaften im Miniaturmaßstab. Größenordnungen von wenigen Nanometern - das entspricht Millionstel Millimetern - zeichnen die winzigen Bausteine aus, die in der Nanotechnologie entstehen. Bislang sind es vor allem Einzelkomponenten, gut charakterisiert und beherrschbar - größere Anwendungen basierend auf diesen Bausteinen sind allerdings immer noch die Ausnahme. Doch die Nanotechnologie ist auf dem Sprung zur Anwendung. Es gilt nun, das Potenzial an molekularen Komponenten und Prinzipien für die Hochtechnologie zu nutzen. Die VolkswagenStiftung unterstützt diesen Prozess der Umsetzung in den kommenden Jahren mit einer neuen Förderinitiative zum Thema "Integration molekularer Komponenten in funktionale makroskopische Systeme".
Welche realistischen Anwendungspotenziale stecken in den bislang erzielten Erkenntnissen und Technologien? Wie können daraus komplexere und funktionstüchtige Systeme im makroskopischen Maßstab aufgebaut werden? Das Spektrum an Themen, da sind sich die Experten einig, ist ungeheuer breit und längst nicht ausgereizt. Um dieser Breite an lohnenswerten Förderfeldern gerecht zu werden, ist die Initiative der Stiftung thematisch offen. Angesprochen sind Wissenschaftler verschiedener Disziplinen: von der Chemie über die Physik bis hin zur Biologie, außerdem die Ingenieurwissenschaften und mitunter auch die Medizin. Integrative Projekte - auch mit ausländischen Kooperationspartnern - werden ebenso unterstützt wie herausragende einzelne Arbeitsgruppen.
Im Vordergrund der Initiative steht - unabhängig vom Themengebiet - die Verknüpfung molekularer oder nanoskaliger Einheiten zu komplexeren Funktionssystemen mit makroskopisch nutzbaren Effekten. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, die fehlende Schnittstelle zwischen der makroskopischen und der Nano-Welt zu schaffen. Dabei nimmt die Stiftung mit der neuen Initiative die gesamte Forschungskette in den Blick. Und die reicht von der Herstellung der winzigen Bausteine über deren Integration in größere Systeme, von der Kontrollierbarkeit und Manipulation über den Funktionsnachweis bis hin zur Herstellung eines Prototypen eines Gerätes oder Bauelements. Mindestens zwei dieser Schritte sollten die geförderten Vorhaben integrieren. Die Förderinitiative geht damit bewusst einen Schritt weg von der reinen Grundlagenforschung.
Um wirklich neue und unvorhersehbare Effekte zu erzielen, ist die Stiftung vor allem an Projekten interessiert, die sich auf Bausteine konzentrieren, die noch nicht vollständig charakterisiert beziehungsweise etabliert sind. Hierzu zählen etwa maßgeschneiderte Moleküle wie Dendrimere oder Rotaxane, funktionalisierte künstliche Viren, DNA-Analoga oder auch neuartige funktionalisierte Nanoteilchen von besonderer Bedeutung - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Damit will die VolkswagenStiftung Forschungsansätze am Rande des Mainstreams fördern und die Möglichkeiten auf dem Gebiet der Nanotechnologie erweitern.
Vorgesehen ist eine längerfristige Förderung der Projekte von fünf bis sechs Jahren. Flankierend zu den Forschungsprojekten wird auch der wissenschaftliche Austausch im Rahmen der neuen Initiative unterstützt: Sommerschulen, Gastprofessuren und Freisemester, Laborrotationen und Tagungen sind ausdrücklich erwünscht. Genauere Angaben zur Antragstellung finden Sie ab Januar 2008 auf unserer Homepage unter http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/impulse/komponenten.html.
Kontakte
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de
Förderinitiative
Dr. Franz Dettenwanger
Telefon: 0511 8381 - 217
E-Mail: dettenwanger@volkswagenstiftung.de
Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20071218.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Mathematik, Medizin, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
überregional
Organisatorisches
Deutsch

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