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Im Rahmen eines feierlichen Symposiums eröffnete die Universität Tübingen am
29. Januar ihr Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie der Werner Siemens-Stiftung. Die durch die Werner Siemens-Stiftung finanzierte Professur ist europaweit die einzige, die präklinische Bildgebung und die Entwicklung neuer Bildgebungstechnologien für Forschung und Klinik verbindet.
Schweizer Werner Siemens-Stiftung fördert gleichnamiges Labor an der Radiologischen Universitätsklinik Tübingen mit 3,2 Mio. Euro
Im Rahmen eines feierlichen Symposiums eröffnete die Universität Tübingen am
29. Januar ihr Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie der Werner Siemens-Stiftung. Professor Dr. Bernd Pichler, Leiter des Labors und Inhaber der neuen gleichnamigen Stiftungsprofessur, hielt im Rahmen dieser Feier seine Antrittsvorlesung. Die durch die Werner Siemens-Stiftung finanzierte Professur ist europaweit die einzige, die präklinische Bildgebung und die Entwicklung neuer Bildgebungstechnologien für Forschung und Klinik verbindet. Peter von Siemens, Stiftungsratsvorsitzender sowie Walter Märzendorfer, Leiter des Geschäftsgebiets Magnetresonanztomographie (MR) von Siemens Medical Solutions, unterstrichen in ihren Grußworten die herausragende Bedeutung für die medizintechnologische Forschung weltweit. Oberstes Forschungsziel des Labors ist die interdisziplinäre Grundlagenforschung in den Bereichen Radiologie, Onkologie, Neurologie, Kardiologie und Immunologie mit modernsten Bildgebungstechnologien.
Mit der auf 10 Jahre angelegten Finanzierung der Stiftungsprofessur und der Förderung des Labors will die Schweizer Werner Siemens-Stiftung dazu beitragen, biologische und medizinische Fragen im Bereich der präklinischen Bildgebung mit Hilfe eines ingenieurwissenschaftlichen Ansatzes zu lösen. Dazu erläutert Professor Claus Claussen, Leiter der Radiologischen Universitätsklinik, an der das Labor angesiedelt ist: "Von den neuartigen nicht-invasiven Bildgebungsverfahren, wie sie in unserem Labor entwickelt und angewendet werden, profitieren die grundlagenorientierte präklinische Forschung ebenso wie die klinische Diagnostik in der Onkologie und Neurologie, bei den kardiovaskulären Erkrankungen und in der klinischen Immunologie." Durch die enge Zusammenarbeit von präklinischer und klinischer Forschung sollen neue Therapieansätze nun noch schneller und effektiver in die Klinik eingebracht werden. Krankheiten wie Tumore, Alzheimer, Parkinson oder drohende Gefäßverschlüsse am Herzen könnten damit früher entdeckt, zuverlässiger diagnostiziert und effektiver therapiert werden. "Unser Leitsatz lautet: From mouse to men - from bench to bedside", erklärt Professor Dr. Bernd Pichler, Inhaber der neuen Stiftungsprofessur. "Die Werner Siemens-Stiftung leistet mit ihrem Engagement einen überaus wichtigen Beitrag zur Ausbildung junger und exzellenter Wissenschaftler in den Bereichen Medizintechnik und Biomedizin", unterstreicht Professor Ingo Autenrieth, Dekan der Medizinischen Fakultät. "Für die gesamte Universität Tübingen ist die Eröffnung des Labors und die Einrichtung der Stiftungsprofessur ein Meilenstein", begrüßt Rektor Professor Bernd Engler das Engagement der Schweizer Stiftung, "die Werner Siemens-Stiftung trägt durch ihre großzügige Förderung wesentlich zur Stärkung des Rufs unserer Universität als international herausragende Forschungsuniversität bei."
Das Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie besteht als Arbeitsgruppe an der Radiologischen Universitätsklinik bereits seit 2005. Es verfolgt eigene Forschungsschwerpunkte in der Biomedizin, multimodalen Bildgebung und Detektorentwicklung ebenso wie Forschungskooperationen mit den Universitätskliniken für Dermatologie, Humangenetik, Innere Medizin, Kardiologie und Neurologie. Ein drittes Standbein ist Auftragsforschung in Kooperation mit medizintechnologischen Unternehmen und der forschenden Pharmaindustrie. Das Labor arbeitet außerdem mit zahlreichen nationalen Forschungsinstitutionen und internationalen Universitäten, überwiegend in den USA, zusammen. Es ist eins von weltweit nur drei Referenzlabors der Firma Siemens Preclinical Solutions. "Wir bilden regelmäßig Wissenschaftler aus der ganzen Welt im Bereich der nicht-invasiven Präklinischen Bildgebung im Rahmen von Workshops aus", erklärt Professor Bernd Pichler. Seit Bestehen des Labors konnten von staatlichen Institutionen aus den USA und Deutschland sowie aus Firmenkooperationen ca. 7 Mio. Euro an Drittmitteln eingeworben werden. Hinzu kommt nun die auf 10 Jahre angelegte Förderung durch die Werner Siemens-Stiftung mit einem Volumen von ca. 3,2 Mio. Euro. Mit Professor Dr. Bernd Pichler hat das Labor einen interdisziplinär exzellent ausgebildeten Leiter: Pichler studierte Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Biomedizin und Kybernetik, promovierte an der Fakultät für Physik und habilitierte sich an der Fakultät für Medizin. Zu seiner Arbeitsgruppe gehören außerdem elf wissenschaftliche und drei technische Mitarbeiter.
Kontakt:
Professor Dr. Bernd J. Pichler, PhD
Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie
der Werner Siemens-Stiftung
Radiologische Universitätsklinik
Röntgenweg 11, 72076 Tübingen
Tel.: +49-7071-29-83427 (office)
Fax: +49-7071-29-4451
E-mail: Bernd.Pichler@med.uni-tuebingen.de
www.preclinicalimaging.org
Professor Dr. Claus Claussen
Ärztlicher Direktor
Radiologische Universitätsklinik
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen
Tel.:+49-7071-29-82087
Fax:+49-7071-29-5845
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
Deutsch

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