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An der Universität Tübingen ins Deutsche übersetzter Außenseiterfilm erhielt höchsten spanischen Filmpreis
Gleich drei Goya-Preise - die höchste Auszeichnung des spanischen Films - erhielt am gestrigen Sonntagabend in Madrid der Film La soledad (dt. Einsame Fragmente) von Jaime Ro-ales. Genau diesen Film hatten sich Alba Fominaya und Prof. Dr. Johannes Kabatek vom Romanischen Seminar der Universität Tübingen als Grundlage für ein Hauptseminar zur spanisch-deutschen Filmübersetzung im Wintersemester ausgesucht. Die Teilnehmer des Seminars übersetzten das Drehbuch, bereiteten die Untertitel vor und synchronisierten diese mit einem professionellen Programm. In vielen zusätzlichen Sitzungen und mehreren Nachtschichten wurde der Film eben - pünktlich für die Berlinale - fertig, da kam die Überraschung aus Madrid: Goya für den besten Film, die beste Regie und den besten männlichen Nachwuchsschauspieler! Da knallen auch bei den Tübinger Romanisten die Sektkorken.
Nun wird der Film sicherlich auch in Deutschland auf hohes Interesse stoßen - mit der Übersetzung der Tübinger Studenten. Mit der hohen Auszeichnung hatte niemand gerechnet, denn er ist kein Publikumsrenner, sondern ein anspruchsvoller Film, der Lebenssituationen von fünf Frauen in beeindruckender Authentizität und mit der Technik der Polyvision (synchrone Parallelbilder) nachzeichnet.
Klar ist bereits, dass er am 18. April in Tübingen im Rahmen des CineLatino-Festivals ge-zeigt wird. Zuvor werden die Teilnehmer in einem Werkstattgespräch über die Erfahrung des praxisnahen Studierens und die Entstehung der Übersetzung berichten.
Nähere Informationen:
Prof. Dr. Johannes Kabatek,
Romanisches Seminar
Tel.: 07071-2972395
johannes.kabatek@uni-tuebingen.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
regional
Organisatorisches, Studium und Lehre
Deutsch

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