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06.02.2008 12:23

Positives Zeichen

Dr. Martin Beyer Referat Kommunikation
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

    Die Universität Bamberg lädt drei türkische Erasmus-Studentinnen, die in Breslau studieren und zu vermeintlichen "Grenzverletzern" wurden, zum Internationalen Ferienkurs ein.

    Drei türkische Erasmus-Studentinnen, die bei einem Besuch in Deutschland unvermutet in die Mühlen der deutschen Bürokratie und Justiz geraten sind, wurden jetzt von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zu einem Besuch des Internationalen Ferienkurses im August 2008 eingeladen.

    Die drei türkischen Studentinnen aus Izmir verbringen zurzeit ein Auslandssemester an der Universität Wroclaw (Breslau) in Polen. Nach dem Beitritt Polens zum Schengen-Abkommen am 21. Dezember 2007 hatten sie an Weihnachten Verwandte in Hamburg besuchen wollen. In Polen hatten sie sich noch rückversichert, ob ihr polnisches Visum für die Reise nach Deutschland ausreichen würde, was ihnen auch bestätigt wurde. Eine verhängnisvolle Fehlinformation: Kaum in Deutschland angekommen, wurden die drei Studentinnen verhaftet und verbrachten eine schlaflose Nacht hinter Gittern. Wegen ihrer "Grenzverletzung" wurden sie anschließend nach Polen abgeschoben, wo ihnen nun nach EU-Recht die sofortige Ausweisung in die Türkei und ein Einreiseverbot von fünf Jahren für alle EU-Staaten droht.
    Als eine der im Erasmus-Programm führenden Hochschulen in Deutschland hat sich die Otto-Friedrich-Universität Bamberg spontan entschlossen, ein positives Zeichen zu setzen. Präsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert hat die drei betroffenen Studentinnen zum Internationalen Ferienkurs im Sommer dieses Jahres eingeladen. Die Universität Bamberg möchte so einen Beitrag leisten, um das Deutschlandbild der Studierenden ins rechte Licht zu setzen. Auch die Ausländerbehörde der Stadt Bamberg hat bereits ihre Unterstützung für das Visa-Antragsverfahren zugesagt. Durch einen Bericht in der Süddeutschen Zeitung vom 1. Februar dieses Jahres aufmerksam geworden, hat sich inzwischen auch das deutsche Generalkonsulat in Wroclaw eingeschaltet, wo man derzeit offensichtlich ebenfalls um weitere Schadensbegrenzung bemüht ist.

    Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Andreas Weihe, Leiter des Akademischen Auslandsamtes der Universität Bamberg, zur Verfügung:

    Tel. 0951/863-1048, E-Mail andreas.weihe@uni-bamberg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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