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08.02.2008 10:11

Den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule glätten - Erzieherinnen und Grundschullehrer wollen sich stärker vernetzen

Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Bildung beginnt nicht mit dem ersten Schultag. Doch der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ist für die Erstklässler häufig mit Stresserfahrungen verbunden. Wie man diese Phase gemeinsam möglichst fließend gestalten kann, war Thema eines ersten Treffens von 75 angehenden Erzieherinnen und Erziehern sowie 35 Grundschullehrerinnen und -lehrern, das von Professor Klaudia Schultheis (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) und Dr. Sigrid Christeiner (Leiterin der Nördlinger Fachakademie für Sozialpädagogik) in Nördlingen initiiert wurde. Die Organisation übernahm Monika Pfaller-Rott, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik tätig ist und auch an der Fachakademie unterrichtet. Ziel des KoPA-Projektes ("Kooperation pädagogischer Professionen in der Ausbildung") ist die vernetzte Ausbildung beider Berufsgruppen.

    "Im Mittelpunkt einer vernetzten pädagogischen Arbeit muss das Kind stehen. Wenn man Kinder als Teil des Systems betrachtet, ist die abgebende Institution aufgerufen, das Kind auf seinem Weg zur Schulfähigkeit zu begleiten. Auf der anderen Seite ist die aufnehmende Schule gefordert, sich zu einer kindfähigen Schule zu gestalten", erklärt Pfaller-Rott. Aber auch die Eltern müssten mit ins Boot geholt werden, denn der Übergang sei mit einer Phase der Ängstlichkeit, der Leistungserwartung und der Furcht vor verstärkter Selektion verbunden. Ziel einer Kooperation zwischen dem Elementarbereich und der Grundschule sei es, den Übergang mit allen Beteiligten gelingend zu gestalten. "Es geht nicht darum, Kindern früher Leistung abzuverlangen, sondern Bildung zunehmend prozesshaft zu gestalten. Dazu ist die Zusammenarbeit von den pädagogischen Fachkräften in Kindergarten und Grundschule mit den Eltern notwendig", so Pfaller-Rott. Bildungsprozesse müssten stärker aufeinander aufbauen und miteinander verknüpft werden.

    Im Rahmen des Nördlinger Treffens tauschten sich die Studierenden der Fachakademie und die Eichstätter Studierenden in Arbeitsgruppen über mögliche neue Formen der Kooperation beider Bildungseinrichtungen (z.B. migrationspezifische Elternarbeit, Öffentlichkeitsarbeit) sowie die Anschlussfähigkeit (beispielsweise in Naturwissenschaft, Theologie oder Musik) aus, um gemeinsame Konzepte zu entwickeln. "Wenn Erzieherinnen und Grundschullehrer dazu aufgefordert werden, regelmäßig eine solche Kooperation weiterzuentwickeln, sind die entsprechenden Rahmenbedingungen durch mehr pädagogisches Personal in Kindergärten und Grundschulen unumgänglich", so Pfaller-Rott. Aufgrund der positiven Resonanz bei den Beteiligten soll die Kooperation mit der Nördlinger Fachakademie fortgesetzt werden.

    Hinweis an Medienvertreter: Für Rückfragen zu dieser Presseinfo steht Ihnen Prof. Dr. Klaudia Schultheis (klaudia.schultheis@ku-eichstaett.de; 0 84 21/93-1458) zur Verfügung.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    regional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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