idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Gemeinsames Innovationsforum von Wissenschaftlern und Rettungsfachleuten
Vom 14. bis 15.2.2008 führt der Lehrstuhl Medizinische Telematik der Otto-von-Guericke-Universität gemeinsam mit dem InnoMed e.V. (Netzwerk für Neuromedizintechnik) ein Innovationsforum zum Thema "Telemedizin im Rettungswagen bei der Akut-Schlaganfallversorgung" durch. Durch den Einsatz hochmoderner Telemedizin im Rettungswagen sollen Schlaganfallpatienten schneller und effizienter versorgt und damit ihre Überlebenschance erhöht werden. Ziel des Forums ist es, dazu in Sachsen-Anhalt ein Netzwerk aus Notfallmedizinern, Kliniken, Rettungsdienst, Wissenschaftlern und Medizintechnik-Unternehmen zu bilden, um - gemeinsam mit Krankenkassen, Ärztekammer und kassenärztlichen Vereinigungen - Telemedizin im Rettungswagen in der Regelversorgung zu etablieren. Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Ärzten mit den geräteherstellenden Unternehmen und dem Rettungswesen soll künftig in Sachsen-Anhalt eine "intelligente" telemedizinische Infrastruktur aufgebaut werden, um die Versorgung von Schlaganfallpatienten in der Fläche zu verbessern.
Was: Innovationsforum "Telemedizin im Rettungswagen"
Wann: 14.02.2008, 13.00 Uhr bis 15.02.2008 ca. 14.00 Uhr
Wo: Kulturwerk Fichte, Fichtestraße 29/29a, 39112 Magdeburg
(www.kulturwerk-fichte.de)
Hintergrund der Veranstaltung ist die vergleichsweise schlechte Erstversorgung von Schlaganfallpatienten in ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts, in denen keine Schlaganfall-Spezialeinheiten (Stroke Units) zur Akutversorgung vorgehalten sind. In diesen Regionen kommt dem Notarzt und Rettungsdienst eine besondere Verantwortung zu, da die schnelle Auswahl der "richtigen" Klinik für den Patienten über lebensrettende Therapieoptionen entscheidet, so Prof. Georg Rose, Leiter des Lehrstuhls für Medizinische Telematik und Medizintechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das enge Zusammenspiel an der Schnittstelle zwischen Rettungswesen und Klinik kann durch den Einsatz von Telemedizin im Rettungswagen wesentlich verbessert werden, indem die Expertise der Stroke Unit an den Notfallort gebracht wird. In Sachsen-Anhalt kommen über 1.3 Millionen Einwohner auf die insgesamt drei Stroke Units, also Schlaganfallspezialeinheiten, in Magdeburg und Halle. Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 700 000 Einwohner pro Versorgungszentrum. Die medizinischen Kosten die durch die Folgen eines Schlaganfalls entstehen belaufen sich allein in Sachsen-Anhalt auf jährlich 220 Millionen Euro.
Ansprechpartner: Prof. Georg Rose, Lehrstuhl für Telematik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 6718862, E-Mail: georg.rose@e-technik.uni-magdeburg.de
Quelle: Bildnachweis: InnoMed e.V.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Elektrotechnik, Energie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).