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28.02.2008 10:55

Stress begegnen, damit er nicht zum Krankmacher wird

Pierre König Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

    Deutsche Herzstiftung empfiehlt frühzeitige Bewältigungsstrategien

    (Frankfurt am Main, 28. Februar 2008) Stress kann anregen, und Stress kann aufregen. Im ersten Fall wirkt er als motivierender Antrieb und mobilisiert Energien. Hingegen stellt belastender Stress im Berufs- und Privatleben auf Dauer ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, negativem Dauerstress wirksam zu begegnen, wie die Deutsche Herzstiftung betont.

    "Wenn Anspannung nicht durch regelmäßige Entspannung ausgeglichen wird, sind oft Schlafstörungen ein erstes deutliches Zeichen, dass wir in unserem Leben etwas ändern müssen", erklärt Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin und Medizinische Psychologie am Helmholtz Zentrum München und Klinikum rechts der Isar der TU München. Dauerstress belastet die Psyche und den Körper. Er führt zu Erschöpfung, schwächt das Immunsystem und begünstigt die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

    Besonders häufig sind die Ursachen für Dauerstress mit der Arbeitssituation verbunden. "Statt die belastende Situation resigniert hinzunehmen, sollte man immer versuchen, sie in Ruhe zu analysieren und nach Veränderungsmöglichkeiten zu suchen", empfiehlt Prof. Ladwig: "Bei Arbeitsüberlastung oder Mobbing können Gespräche helfen, beim Verlust des Arbeitsplatzes kann es darüber hinaus sinnvoll sein, über den Quereinstieg in einen anderen Beruf nachzudenken. Vor allem ist in all diesen Situationen wichtig, sich nicht selbst noch als Verlierer oder Versager zu geißeln."

    Hinter Dauerstress stecken sehr oft aber auch Spannungen im privaten bzw. familiären Umfeld. Hier kommt es darauf an, solche Spannungen nicht zu verdrängen, sondern zur Sprache zu bringen. Frauen sind dabei vielfach mutiger als Männer. Wenn die Aussprache mit dem Partner oder der Familie nicht zum Erfolg führt, gibt es die Möglichkeit einer Paar- oder Familientherapie. Psychopharmaka gegen Stress - etwa Benzodiazepine - haben nur in extremen Krisensituationen ihren Platz, für eine längerfristige Behandlung sind sie auch wegen des Risikos, davon abhängig zu werden, nicht geeignet.

    Anti-Stress-Therapie mit Ausdauersport und Entspannungstechniken

    Damit Dauerstress nicht zum Krankmacher wird, ist es ratsam, möglichst frühzeitig etwas dagegen tun. Selbst wenn sich die auslösende Situation nicht grundlegend oder nur begrenzt ändern lässt, ist man dem Stress keineswegs hilflos ausgesetzt. So lässt er sich besonders gut mit intensiver Bewegung abschütteln: Optimal sind vier- bis fünfmal pro Woche eine halbe Stunde oder mehr Ausdauertraining, etwa in Form von Laufen, Schwimmen oder Radfahren, wie die Deutsche Herzstiftung mitteilt. Ebenso können Techniken wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training sehr hilfreich sein. "Eine wichtige Anti-Stress-Strategie", so Prof. Ladwig, "besteht zudem darin, selbst gewählte Aktivitäten wie etwa Musizieren, Theaterbesuche mit Freunden oder Kochen zu finden, die anregen, Freude machen und den Dauerstress vergessen lassen."

    Weitere Empfehlungen zur Stressbewältigung bietet die Deutsche Herzstiftung in ihrem neuen Sonderdruck "Stress" an, der unter dem gleichnamigen Kennwort gegen Einsendung des Rückportos (1,45 EUR in Briefmarken) bezogen werden kann bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt.

    3/2008
    Informationen:
    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle
    Dr. Klaus Fleck / Pierre König
    Tel. 069/95 51 28-119
    Fax: 069/95 51 28-313
    E-Mail: fleck@herzstiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.herzstiftung.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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