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Wissenschaft
Auf dem diesjährigen Krebskongress konstituierte sich die Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Die Gründung dieser AG unterstreicht die wachsende Bedeutung bildgebender Verfahren in der Diagnose und Behandlung von Krebs.
Die Mitarbeiter der AG, Röntgen- und Nuklearmediziner, haben sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen bildgebenenden Verfahren zu bewerten und Empfehlungen für ihren Einsatz zu entwickeln. Darüber hinaus dient die AG als Kommunikationsforum für Wissenschaft und klinische Anwendung.
Träger der AG ist neben der Deutschen Krebsgesellschaft die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN).
Berlin. Während des 28. Deutschen Krebskongresses in Berlin konstituierte sich am 20. Februar 2008 die Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft wird von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) mitgetragen. Mit dieser Arbeitsgemeinschaft unterstreicht die Krebsgesellschaft die zunehmende Bedeutung und Komplexität der Bildgebung in der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen. Die Gründungsgruppe umfasst je fünf onkologisch ausgerichtete Spezialisten aus der Nuklearmedizin und der Röntgendiagnostik. Dadurch wird das Gesamtgebiet der Bildgebung in der Humanmedizin abgedeckt, werden unterschiedliche Methodenkompetenzen zusammengeführt und den Bedürfnissen in der Patientenbetreuung Rechnung getragen.
In der Krebsbehandlung übernimmt die bildbasierte Diagnostik Aufgaben, die weit über den reinen Tumornachweis (in der Primärdiagnostik) hinausgehen. Therapieplanung, -steuerung und die Erfolgskontrolle bilden mehr und mehr den Arbeitsrahmen der Bilddiagnostik und zwar sowohl in der medikamentösen Therapie als auch in der Strahlentherapie, deren Planung heute bereits stark von der Bildgebung abhängt.
Die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Röntgen einschließlich CT und Angiographie, MRT sowie Nuklearmedizin) führt nicht nur zu einer graduellen Verbesserung der Methoden, sondern eröffnet völlig neue Einsichten.
Die größten - und sicherlich auch berechtigten - Hoffnungen werden derzeit in die Hochfeld-Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit ihrer wachsenden Zahl an klinisch evaluierten Substanzen zur Visualisierung von tumorspezifischen Stoffwechselprozessen gesetzt.
Dabei sind die Entwicklungen gerade in den beiden genannten Gebieten in ihrer Konsequenz noch nicht absehbar. Fest steht: Es sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, diese neuen Werkzeuge in den Diagnosepfad onkologischer Erkrankungen einzubauen und ihre Implikationen für die Therapie auszuloten. Die Gründung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ist hierfür ein wichtiger Schritt.
Die Arbeitsgemeinschaft hat zwei Aufgaben: Zum einen geht es um die Kommunikation zwischen den Experten auf den verschiedenen Gebieten der Bildgebung. Ziel wird es sein, die relative Wertigkeit der Einzelverfahren - abhängig von Krankheit und Fragestellung - zu beurteilen und hieraus Empfehlungen für die Reihenfolge des Einsatzes, aber auch für die Kombination von Methoden vorzunehmen. Die zweite Aufgabe ist es, ein Kommunikationsforum zwischen den Bildgebungsexperten und den klinischen Nutzern zu errichten. Dieses Forum soll in beide Richtungen funktionieren. Denn es geht sowohl um die wissenschaftlichen Möglichkeiten der Verfahren als auch um den Bedarf, den die Kliniker in Hinblick auf Staging, auf (Früh-)Rezidiverkennung und auf das Therapieansprechen haben.
Kontakt
Florian Schneider
Pressereferent
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Tel. 030 - 916 070 19
Fax: 030 - 916 070 22
E-Mail: schneider@drg.de
Internet: http://www.drg.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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