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04.03.2008 11:47

"Strahlend, hoffnungsfroh und mit einem Lächeln"

Dr. Adrian Ciupuliga Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Konstanz

    HTWG-Ausstellung "Jüdische Jugend" in Tel Aviv eröffnet

    Konstanz - New York, Konstanz, Heidelberg, Berlin, Frankfurt und nun Tel Aviv: In der israelischen Stadt am Mittelmeer wurde die Ausstellung "Jüdische Jugend heute in Deutschland" im Beisein des ehemaligen Botschafters Israels in Deutschland, Asher Ben Nathan, und des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Harald Kindermann, eröffnet.

    Die Ausstellung, die bis zum 17. April im Zentrum Tel Avivs im Beit Daniel zu sehen ist, beleuchtet ein kaum dokumentiertes Kapitel deutscher Alltagsgeschichte. Neun Kommunikationsdesign-Studenten der Hochschule Konstanz waren 2005 und 2006 rund 6000 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland gereist, um junge Juden zu filmen, zu fotografieren und über ihr Leben im heutigen Deutschland zu befragen. Betreut wurde das dokumentarische Projekt von den Professoren Dr. Volker Friedrich und Andreas Bechtold aus dem Studiengang Kommunikationsdesign der Hochschule Konstanz.

    Die Ausstellung wurde in Tel Aviv interessiert aufgenommen und stieß rege Diskussionen an. Asher Ben Nathan, zwischen 1965-1969 der erste Botschafter Israels in Deutschland, lobte in seiner Rede die Ausstellungsmacher: "Sie haben ausgezeichnete Arbeit gemacht, ich gratuliere ihnen". Ben Nathan stellte die ihn beeindruckende Bandbereite an Einstellungen und Ansichten der jungen Juden fest, die in der Ausstellung dokumentiert sind. Auch jene, die sich zur Frage, warum man als junger Jude der dritten Generation nach der Shoah in Deutschland leben könne, geäußert hatten. Ben Nathan sei davon überzeugt, dass man als Jude in Deutschland leben könne. Deutschland habe sich verändert. Doch für ihn ist "Israel das Land, in dem ein Jude leben solle".

    Der deutsche Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, stellte klar, dass Juden, die in Deutschland leben, dort immer eine Zukunft haben werden, sofern sie diese wünschten. Dass Juden die Wahl haben dort zu leben - oder auch nicht - zeige, dass sich Deutschland verändert habe.

    Der Gastgeber der Ausstellung, Rabbi Meir Azarin, betonte, dass es immer wichtiger sei, nicht nur über die Vergangenheit der Juden zu reden, sondern auch über deren Gegenwart und ihre Zukunft. Es müsse darum gehen, "eine neue Welt zu bauen, die eine Ausstrahlung wie die Ausstellung haben müsse: Strahlend, hoffnungsfroh, mit einem Lächeln und einem Glauben an die Zukunft. Auch Dr. Georg Blochmann, Leiter des Goethe-Institutes in Tel Aviv, war von der Ausstellung überzeugt: "Künstlerisch und ästhetisch ausdrucksstark und auch inhaltlich sehr gelungen."

    Premiere der Ausstellung war im Dezember 2005 im "Deutschen Haus" der New York University. Im Frühjahr 2006 wurde die Ausstellung in der "Galerie im Turm" in Konstanz gezeigt. Im Juli wurden die Arbeiten im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg ausgestellt und Ende des Jahres im Jüdischen Museum Berlin. Anschließend war das Projekt im Jüdischen Museum in Frankfurt/Main zu Gast.
    Anliegen der Studierenden ist es, "einen bedeutenden, aber weithin unbekannten Aspekt deutscher Gegenwart darzulegen". Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit sind die Begegnungen und Gespräche mit jungen Juden in Deutschland. Diese Gespräche bilden die Grundlage für die Ausstellung, den Dokumentarfilm "Fisch und Vogel" und das Buch. Das Stichwort "Begegnung" ist zentral für das gesamte Projekt. Zusätzlich haben die Studierenden Fakten zur Situation jüdischer Jugendlicher im Besonderen und der Juden in Deutschland im Allgemeinen recherchiert und aufbereitet. Auch aktuelle Entwicklungen, wie die Zuwanderung osteuropäischer Juden, wurden in das Projekt eingebunden.

    Angesichts der großen öffentlichen nationalen und internationalen Resonanz "auf die inhaltliche Qualität dieses Projektes des Studiengangs Kommunikationsdesign darf man es mittlerweile auch als einen wirkungsvollen Werbeträger für die Hochschule Konstanz betrachten", so Professor Friedrich. Ein Ende dieser Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht. Als nächster und damit als siebter Ausstellungsort steht das Jüdische Museum in Fürth fest.

    Homepage: http://juedischejugend2005.ag.fh-konstanz.de/


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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