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Mit dem Ziel, für die erste Generation des Doppel-Abschlusses "Interkulturelle Germanistik" persönliche Kontakte beim niederländischen Partner zu knüpfen, reist am 6. März eine studentische Delegation der Universität Bayreuth zu ihren "Doppel-Partnern" in Utrecht. Es geht dabei auch um Werbung für das Studium in Bayreuth und - eng damit verbunden - um die Sicherung von Drittmittel-Ressourcen.
Bayreuth (UBT). Morgen (6. März) bricht eine Studierenden-Delegation der Universität Bayreuth zu einer sechstägigen Reise zu der Partner-Universität im holländischen Utrecht auf. Ziel ist es, für die erste Generation des Doppel-Abschlusses "Interkulturelle Germanistik" persönliche Kontakte beim niederländischen Partner zu knüpfen.
Unter Leitung von Professor Müller-Jacquier (Interkulturelle Germanistik) wird die Studierenden-Gruppe in verschiedenen Master-Veranstaltungen hospitieren und als studentische Botschafter für ein Studium an der Universität Bayreuth werben. "Direkte Kontakte zwischen Studierenden und Lehrenden sind in der Anfangsphase ein ganz wichtiger Motor für einen international integrierten Studiengang", so Prof. Müller-Jacquier, und die Studierenden stellen fest: "Die lesen in Utrecht ja nicht die gleichen Aufsätze wie wir hier, aber die gleichen Autoren!" freut sich eine polnische Studierende nach der Lektüre der Utrechter Seminarankündigungen.
Das Doppel-Master-Programm mit der Universität Utrecht wird vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) gefördert. Die Zuwendungen sind jedoch an einen den Austausch von 6-10 Studierenden pro Jahr zwischen beiden germanistischen Abteilungen gebunden, und so geht es bei der Exkursion auch darum, Drittmittel-Ressourcen zu sichern.
Neben den doppelabschlusstypischen Zielen der Internationalisierung der Lehre und der Anbahnung von Forschungs-Kooperationen verfolgt die Zusammenarbeit mit Utrecht auch allgemeine bildungspolitische Ziele: Die Zahl der Germanistik-Absolventen im Mastenbereich ist in den Niederlanden verschwindend gering, so niedrig, dass die Weiterführung germanistischer Abteilungen an einigen Universitäten stark gefährdet ist.
Ähnlich wie die Kooperation zwischen den oberfränkischen Universitäten besteht in den Niederlanden (u.a. zur Kompensation des Rückgangs von Einschreibungen in der Germanistik) ein intensiver Verbund in der Lehre, so dass Studierende alle Veranstaltungen anerkannt bekommen können, die sie in anderen germanistischen Abteilungen ableisten! "So könnten wir theoretisch auch ein Seminar in Amsterdam absolvieren! - Und da das Semester-Ticket für ganz Holland gilt, kostet das auch nichts.", freut sich eine Studentin.
Dass solche Mobilitätsoptionen in den Niederlanden gezielt eingesetzt werden, hängt mit der Bildungspolitik zusammen. Ganz allgemein scheinen (Master-)Studierende in den Niederlanden wichtiger genommen zu werden, als an deutschen Universitäten: Die Partner-Abteilung in Utrecht wird mit jedem Studierenden, der sich im Masterprogramm einschreibt, mit etwas über 10.000 € an Strukturmitteln "belohnt". Und alle Studierende, gleich welcher Nationalität, erhalten aus der Staatskasse einen Zuschuss von 250 €, wenn sie einen Arbeitsvertrag über 8 Std./Woche vorlegen. "Utrecht ist ein sehr interessanter Partner," resümiert Prof. Müller-Jacquier, "und vielleicht schließen sich andere Fächer der Universität Bayreuth an?"
Weitere Informationen bei
Professor Dr. Bernd Müller-Jacquier
Interkulturelle Germanistik
Tel +49 (0)921 -- 55-3639
Tel +49 (0)921 -- 55-3617 (Sekretariat)
Fax +49 (0)921 -- 55-3620
<mail: mue-jac@uni-bayreuth.de>
http://www.uni-bayreuth.de/departments/intergerm
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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