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10.03.2008 14:35

Jubiläumstagung für Maurice Merleau-Ponty: RUB lädt ein zur "Erfahrung von Kunst"

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    100. Geburtstag eines großen Denkers
    Jubiläumstagung für Maurice Merleau-Ponty
    RUB lädt ein zur "Erfahrung von Kunst"

    Anlässlich des 100. Geburtstags des berühmten und einflussreichen Philosophen Maurice Merleau-Ponty veranstaltet Prof. Dr. Antje Kapust (Institut für Philosophie an der RUB) am 13. und 14. März die Tagung "Erfahrung von Kunst". Die Jubiläumsveranstaltung findet in der "Situation Kunst" in Bochum-Weitmar statt. Die Referenten beleuchten Schwerpunkte von Merleau-Pontys Sichtweisen von Kunst, Bild und Wahrnehmung. Da die Aktualität des Phänomenologen weltweit ungebrochen ist, finden zu seinen Ehren auf der ganzen Welt Jubiläumstagungen statt, neben Bochum auch in Toronto, Paris, Manchester, Peking und Prag. Unterstützt wird die Bochumer Tagung von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der RUB.

    Programm im Internet

    Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter
    http://www.situation-kunst.de

    Kunst "erfahren"

    Eine zentrale Rolle in der Philosophie Merleau-Pontys spielt der Begriff der Erfahrung. Dies ist ein Grund dafür, dass der damalige Begründer der Situation Kunst, Prof. Max Imdahl einen wesentlichen Teil der Kunstsammlungen der RUB mit dem Titel "Situation Kunst" benannt hat. Kunst sollte keine "tote Materie" sein, die niemand versteht und die in einem "leeren Museumsbehälter gehortet" wird. Kunst hat es mit einem lebendigen Sinn zu tun, der sich zeigt, aufbaut und entwickelt, wenn man mit dem jeweiligen Werk "seine Erfahrungen macht".

    Ein großer Denker

    Merleau-Ponty wird beispielsweise aufgrund seiner Wahrnehmungsstudien auch in den neurophilosophischen Debatten diskutiert. Erkennt man die großen Philosophen an Stichworten wieder - Platon als Erfinder des Höhlengleichnisses, Descartes als Denker des "cogito ergo sum", Hobbes als derjenige, der den Menschen als Wolf beschreibt - so bekommt Merleau-Ponty in dieser Ahnengalerie den Platz als Denker des Sichtbaren und des Unsichtbaren. Er ist neben Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und einigen weiteren einer der wichtigsten Vertreter der französischen Phänomenologie.

    Vita von Maurice Merleau-Ponty

    Merleau-Ponty wurde 1908 in Rochefort-sur-Mer geboren. Nach einer Tätigkeit als Philosophielehrer an verschiedenen Gymnasien promovierte er im Jahr 1945. Von 1949-52 arbeitete er als Professor für Kinderpsychologie und Pädagogik an der Sorbonne. 1952 wurde Merleau-Ponty Professor für Philosophie am berühmten Collège de France. 1959 widmete er sich verstärkt der Arbeit an "Das Sichtbare und das Unsichtbare", welches er nicht mehr abschließen konnte. Am 3. Mai 1961 verstarb Merleau-Ponty unerwartet.

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Antje Kapust, Institut für Philosophie, Tel. 0234/32-24734, E-Mail: antje.kapust@rub.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Kunst / Design, Musik / Theater, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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