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19.03.2008 10:29

Erstmalig in NRW: Aortenklappenimplantation am schlagenden Herzen an der Uniklinik Köln

Sina Vogt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Uniklinik Köln

    Menschen, deren Aortenklappe im Herzen sich aufgrund einer Verengung nicht mehr richtig schließen kann, benötigen bei schweren Symptomen eine Aortenklappenimplantation. Rund 8.000 Menschen in Deutschland sind jährlich betroffen. Erstmalig bekamen zwei Patienten in NRW nun eine Aortenklappenimplantation am schlagenden Herzen - ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine.

    Die herkömmliche Operationsmethode ist über die Öffnung des Brustbeins mit Einsatz der Herz-Lungenmaschine. Gerade bei älteren Patienten ist dies ein Verfahren mit erhöhter Komplikationsgefahr.

    Die transapikale Aortenklappenimplantation ist ein neuartiges Verfahren (weltweit bisher rund 400 Implantationen), bei dem am schlagenden Herzen ohne Anwendung der Herz-Lungenmaschine über einen kleinen Schnitt von 6-8cm Länge am seitlichen Brustkorb unterhalb der Brust vorgegangen wird. Über einen in die Herzspitze eingebrachten Katheter, welcher durch die linke Herzkammer bis auf die Höhe der Aortenklappe vorgeschoben wird, wird zuerst die erkrankte Klappe zerstört oder die bestehende Verkalkung aufgebrochen und dann im selben Operationsgang eine auf einem Stent (Gitternetzgerüst) befestigte biologische Klappenprothese in Position gebracht. Diese besteht aus Rinderperikard (Herzgewebe).

    Die neue transapikalen Implantationsmethode ist eine vielversprechende Alternative für Hochrisikopatienten mit eingeschränkter Prognose hinsichtlich einer konventionellen Operation mit Erzielung einer guten Lebensqualität.
    Erstmalig in NRW operieren Prof. Thorsten Wahlers, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie und sein Team im Herzzentrum der Uniklinik Köln Patienten mit dem neuen Verfahren.

    Für Rückfragen:

    Prof. Dr. Thorsten Wahlers
    Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie
    im Herzzentrum der Uniklinik Köln
    Tel: 0221 478 32507
    Email: Thorsten.wahlers@uk-koeln.de

    Sina Vogt
    Leiterin Stabsstelle Kommunikation
    Uniklinik Köln
    Tel: 0221 478 5548
    Email: pressestelle@uk-koeln.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

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