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20.03.2008 11:30

Internationaler Workshop - Treibhausgase in Grund und Boden gerechnet

Ursula Zitzler Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Stuttgart

    Um die numerische Simulation von Prozessen bei der Speicherung von Kohlendioxid in geologischen Formationen geht es vom 2. bis 4. April 2008 bei einem internationalen Workshop für Simulationsfachleute an der Universität Stuttgart. Erwartet werden rund 80 nationale und internationale Teilnehmer. Veranstalter ist der Lehrstuhl für Hydromechanik und Hydrosystemmodellierung der Uni Stuttgart in Kooperation mit Kollegen aus Bergen/Norwegen und Princeton/USA.

    Die sichere und langfristig nachhaltige Speicherung von CO2 im Untergrund ist eine der Schlüsselaufgaben bei der Umsetzung der sogenannten CCS (Carbon Capture and Storage) Technologie. Die Idee dieser derzeit von den Industrienationen intensiv entwickelten Technologie ist es, das Treibhausgas Kohlendioxid an großen punktförmigen Quellen wie zum Beispiel Kohlekraftwerken abzutrennen (Capture) und danach in tiefen geologischen Formationen zu speichern. In Frage kommen hierfür etwa erschöpfte Erdgas- oder Erdölfelder, tiefe, salzwasserführende Gesteinsformationen oder auch nicht ökonomisch abbaubare Kohleformationen. Die Speichermechanismen sind vielfältig, wobei insbesondere hydraulische Mehrphasenprozesse eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung des CO2 in der Formation spielen. Auf größeren Zeitskalen tragen Löslichkeitseffekte und geochemische Reaktionen wesentlich zu einer nachhaltigen Speicherung bei.

    Ziel des Workshops auf dem Campus in Vaihingen (Pfaffenwaldring 7, Hörsaal V7.03) ist es, national und international auf dem Gebiet der CO2-Speicherung arbeitende Modellierer zusammenzubringen, um den Stand der Technik sowie die Herausforderungen und Zielrichtungen künftiger Modellentwicklungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt steht - neben Vorträgen von Industrievertretern und Wissenschaftlern - eine Modellvergleichsstudie, in deren Rahmen an drei problemorientierten Beispielen die Ergebnisse von insgesamt zwölf Simulationsprogrammen verglichen werden. Am 4. April nachmittags besteht die Möglichkeit, das Kohlekraftwerk der EnBW in Altbach zu besichtigen.

    Weitere Informationen und das Programm siehe unter
    http://www.iws.uni-stuttgart.de/co2-workshop

    Ansprechpartner:
    Holger Class
    Lehrstuhl für Hydromechanik und Hydrosystemmodellierung
    Institut für Wasserbau der Universität Stuttgart
    Tel. 0711/685-64578
    e-mail: Holger.Class@iws.uni-stuttgart.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Maschinenbau, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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