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20.03.2008 13:10

Ausländische Wissenschaftler im Dritten Reich

Marietta Fuhrmann-Koch Presse, Kommunikation und Marketing
Georg-August-Universität Göttingen

    Mit "Ausländischen Wissenschaftlern im Dritten Reich" beschäftigt sich ein Symposium, zu dem das Institut für Wissenschaftsgeschichte der Georg-August-Universität vom 27. bis 29. März 2008 einlädt. Zu der Veranstaltung werden rund 30 Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und den USA in Göttingen erwartet. Sie werden sich dabei mit unterschiedlichen Aspekten wie der nationalsozialistischen Kollaboration oder der Forschung unter deutscher Besatzung, aber auch mit Vertreibung und Verfolgung auseinandersetzen. Kooperationspartner ist das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin).

    Pressemitteilung
    Göttingen, 20. März 2008 / Nr. 59/2008

    Ausländische Wissenschaftler im Dritten Reich
    Wissenschaftsgeschichte: Symposium und öffentlicher Vortrag

    (pug) Mit "Ausländischen Wissenschaftlern im Dritten Reich" beschäftigt sich ein Symposium, zu dem das Institut für Wissenschaftsgeschichte der Georg-August-Universität vom 27. bis 29. März 2008 einlädt. Zu der Veranstaltung werden rund 30 Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Kanada, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und den USA in Göttingen erwartet. Sie werden sich dabei mit unterschiedlichen Aspekten wie der nationalsozialistischen Kollaboration oder der Forschung unter deutscher Besatzung, aber auch mit Vertreibung und Verfolgung auseinandersetzen. Kooperationspartner ist das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (Berlin).

    Unter der Überschrift "Fremde im eigenen Land" befasst sich das Symposium zunächst mit jüdischen Wissenschaftlern im Dritten Reich, so mit dem in Berlin geborenen Physiker Paul Peter Ewald. Anschließend geht es um Forscher anderer Staaten, die entweder freiwillig in Deutschland arbeiteten oder aber in ihrem Heimatland unter deutsche Besatzung gerieten. Zum Abschluss des Symposiums wird die sogenannte Debye-Affäre thematisiert. Der aus den Niederlanden stammende Wissenschaftler Peter Debye forschte an deutschen Universitäten - unter anderem in Göttingen - auf dem Gebiet der physikalischen Chemie und erhielt 1936 den Nobelpreis für Chemie. Nachdem er 1940 Deutschland verlassen hatte, wurde er sechs Jahre später amerikanischer Staatsbürger. Der erst vor wenigen Jahren erhobene Vorwurf, Debye habe mit dem nationalsozialistischen Regime kollaboriert, löste eine internationale Kontroverse aus.

    In einem öffentlichen Abendvortrag am Freitag, 28. März 2008, spricht Prof. Dr. Wolfgang Benz von der Technischen Universität Berlin über "Leben im Dritten Reich. Der Alltag in der Diktatur". Die Veranstaltung findet in der Paulinerkirche, Papendiek 14, statt und beginnt um 18.15 Uhr. Informationen zum Symposium können im Internet unter der Adresse http://www.gwdg.de/~uhwg/ForeignScientists.html abgerufen werden.

    Kontaktadresse:
    Wolfgang Böker, Georg-August-Universität Göttingen
    Philosophische Fakultät, Institut für Wissenschaftsgeschichte
    Papendiek 16, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-9467
    e-mail: wboeker@gwdg.de, Internet: http://www.gwdg.de/~uhwg


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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