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28.03.2008 09:49

Zusammenarbeit zwischen universitären und außeruniversitären Einrichtungen: Erfolg versprechend, aber mit Diskussionsbedarf

Dr. Renate Hoer Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

    Am Montag, den 31. März 2008, wird an der Universität Kaiserslautern die Chemiedozententagung eröffnet. Bei dieser traditionsreichen Veranstaltung stellen junge Chemikerinnen und Chemiker ihre wissenschaftlichen Arbeiten vor und diskutieren diese mit ihrer kritischen und kompetenten Zuhörerschaft, vornehmlich Professoren aus deutschen Universitäten, aber auch Vertreter aus der Industrie. Für den Präsidenten der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist die Eröffnung der Tagung zudem Anlass, in einer Ansprache kritische Themen aus der Chemie anzuschneiden. In diesem Jahr geht es für den amtierenden GDCh-Präsidenten, Professor Dr. Klaus Müllen, u.a. um stärkere Wechselwirkungen zwischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die durch heftige Diskussionen um das Promotionsrecht zu Beginn des Jahres in die Schlagzeilen gerieten.

    Im Zentrum der Diskussionen stand das in Gründung befindliche gemeinsame Graduate Center von der Universität Mainz und dem Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung, an dem Müllen Direktor ist. Müllen wird nochmals klarstellen, dass das Promotionsrecht ausschließlich bei der Universität verbleibt, wie dies auch nach einer Senatssitzung der Max-Planck-Gesellschaft am 14. März in München in einer Pressekonferenz deutlich gemacht wurde.

    Müllen verweist auf weitere erfolgreiche bzw. Erfolg versprechende Projekte in der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen, so die Georg-August University School of Science (GAUSS) in Göttingen, an der neben den fünf naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität auch die Göttinger Max-Planck-Institute seit 2005 in einem Promotionskolleg zusammenarbeiten, oder das KIT, das Karlsruher Institut für Technologie, der Zusammenschluss zwischen der Universität und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Alle drei Modelle arbeiten auf Basis unterschiedlicher Strukturen. Die Zukunft wird zeigen, ob und wie sie sich bewähren. Da auch das Exzellenzverfahren der Bundesregierung dazu beiträgt, solche Modelle zu entwickeln, ist sich Müllen sicher, dass noch weitere folgen werden. Er betont aber auch, dass der Diskussionsbedarf um die zukünftige Zusammenarbeit zwischen universitären und außeruniversitären Einrichtung weiterhin groß sei. "Lassen Sie uns diese Diskussion führen, und zwar nur mit einem Ziel vor Augen, die chemische - und natürlich nicht nur diese - Forschung und Lehre in Deutschland zu absoluten Spitzenpositionen im Wettbewerb zu führen", lautet sein Appell an die Hochschullehrer.


    Weitere Informationen:

    http://www.gdch.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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