idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Prof. Dr. Christopher Clark, Cambridge, Prof. Dr. Bernd Sösemann, Berlin,
Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Berlin,und Dr. Grzegorz Kucharczyk, Warschau,
diskutieren am Donnerstag, 3. April 2008, um 17 Uhr im Auditorium maximum der Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, in Hamburg
"Reform auf Raten?
Kurz- und Langzeitwirkungen der Preußischen Reformen"
Dr. Klaus Wiegrefe, Hamburg, moderiert.
Die Veranstaltung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ist öffentlich, der Eintritt frei.
Christopher Clarks Studie Preußen Aufstieg und Niedergang 1600-1947 (München 2007) hat für Furore gesorgt: Sie wurde als "historiografische Meisterleistung" gewürdigt, die außerordentliches Lesevergnügen bereite, weil der Autor tiefgehende Analysen souverän mit erzählerischem Können verbinde (Die Tageszeitung); so nüchtern und sachbezogen habe noch kaum jemand über Preußen geschrieben, lobte die Neue Zürcher Zeitung; endlich traue sich wieder einer, unvoreingenommen über Preußen zu sprechen, hieß es in der Frankfurter Rundschau, die für Christopher Clark gelinge es, Preußen weder im Nachhinein zu verklären noch sich auf die Seite derer zu schlagen, die in Preußen die Wurzel allen nationalsozialistischen Übels sehen; Enthusiasmus auch bei der ZEIT: "Er stellt gängige Lesarten infrage und räumt mit manchen Legenden auf."
Das vertraute Preußen-Bild samt seiner Klischees unterzieht Clark (*1960) in seiner großen Studie einer gründlichen Revision. Der britische Historiker australischer Herkunft, der in Cambridge lehrt, untersucht die Ambivalenzen Preußens: Wie erklärt sich das Doppelgesicht Preußens aus Untertanentum und aufgeklärter Toleranz, aus absolutistisch durchdrungenem Gemeinwesen und preußischen Tugenden? Welche Protagonisten bestimmten das Geschehen in Preußen, welche Motive leiteten und Realisierungskraft besaßen sie? Diese Fragen diskutiert - durchaus mit Blick auf die heutige Situation - das prominent besetzte Expertenpodium nach dem Einleitungsvortrag von Christopher Clark.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 040/41 33 68 71, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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