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Staatsminister Corts verkündet Verabschiedung eines Masterplans zur mittelfristigen Entwicklung von Klinikum und Fachbereich
Wiesbaden / Frankfurt - "Der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums hat heute mit Entscheidungen zur Abwicklung und Umsetzung des Masterplans einen intensiven, rund zwölfmonatigen Diskussionsprozess zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Damit sind die Weichen für die zukünftige - davon sind wir überzeugt - erfolgreiche Entwicklung von Klinikum und Fachbereich Medizin mit Blick auf Schwerpunktbildung, strukturelle und organisatorische Weiterentwicklungen und insbesondere auch die bauliche Entwicklung gestellt." Das sagte der scheidende Vorsitzende des Gremiums, Wissenschaftsminister Udo Corts, heute nach einer Sitzung des Aufsichtsrats. "Ich danke allen Beteiligten, insbesondere auch den Kollegen des Finanzministeriums, für die konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit in diesem für die Zukunft des Klinikums so wichtigen Projekt."
Corts machte deutlich, dass die wegweisenden Entscheidungen der vergangenen Jahre - nicht zuletzt die erfolgreiche Berufungspolitik der letzten Jahre mit klarem Schwerpunktfokus - die erheblichen Potentiale der Universitätsklinik Frankfurt nachhaltig gestärkt hätten. Auch die Einführung von leistungsfähigen Instrumenten zur betrieblichen Steuerung und das klare, von allen Beteiligten getragene Konzept zur Weiterentwicklung hätten die Entscheidung des Aufsichtsrates, eine bauliche Neukonzeption mitzutragen, wesentlich befördert:
Die bauliche Neuordnung umfasst neben dem bereits teilweise abgeschlossenen 1. Bauabschnitt drei weitere, die - das machte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Walter Arnold deutlich -, auch in der Finanzierung zügig abgewickelt werden sollen. Bereits im Dezember 2007 waren die Umsetzung der Projekte für den 2. Bauabschnitt befürwortet worden, der die Erweiterung dringend benötigter Intensivbettenkapazitäten und den Neubau der Hals-Nasen-Ohren- sowie der Augen- und der Mund-Kiefer-Gesichtsklinik sowie arrondierende Maßnahmen vorsieht. Parallel erfolgt die Modernisierung des Zentralgebäudes Haus 23 in Form der laufenden Sanierung des Sockelgeschosses und der Sanierung der Fassade. Der 2. Bauabschnitt soll bis 2011 abgeschlossen werden. Zeitgleich werden zukunftsweisende Bauvorhaben für den Fachbereich Medizin der Universität Frankfurt auf dem Campusareal Sachsenhausen realisiert. Ein 3. und ein 4. Bauabschnitt werden sich anschließen.
Das Investitionsvolumen für die drei anstehenden Bauabschnitte beträgt ca. 270 Millionen Euro. Parallel sind auch für den Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Vorhaben in der Größenordnung von etwa 125 Millionen Euro vorgesehen. Die genannten Vorhaben stehen selbstverständlich unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Finanzierung durch den Haushaltsgesetzgeber. Erste Projekte des Masterplans würden einschließlich der notwendigen Finanzierung schon zum Haushalt 2009 angemeldet, bestätigte Arnold.
Im Rahmen des 3. Bauabschnitts soll die Frauenklinik mit der Kinderklinik zusammengeführt werden, um die derzeit aufwendigen Patiententransporte deutlich zu reduzieren. Beide Kliniken werden dabei an das Zentralgebäude Haus 23 mit wichtigen diagnostischen Einrichtungen insbesondere in der Radiologie direkt angebunden. Dies soll ebenfalls Behandlungsabläufe vereinfachen und Verweildauer und Kosten senken. In das freiwerdende Gebäude der Frauenklinik soll die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim einziehen, die mit der Unfallchirurgischen Klinik im Leistungsprofil und räumlich eng verzahnt werden soll. Dazu wird die bestehende Frauenklinik erweitert und ebenfalls an den Zentralbau direkt angeschlossen.
In einem 4. Bauabschnitt werden die Neurologische und die Neurochirurgische Klinik modernisiert und damit die Bedingungen für die exzellente Neuroforschung am Standort weiter gestärkt. Die Psychiatrische Klinik soll unter Nutzung moderner Bettenbereiche der freiwerdenden Orthopädie im heutigen Gebäude des Friedrichsheims baulich eng verbunden werden mit den Kliniken für Neurologie und Neurochirurgie. Weitere Flächen des heutigen Friedrichsheims sollen für rehabilitative Zwecke, Tageskliniken und Ausbildungsangebote genutzt werden. Diese Umgestaltungen erlauben eine Verbesserung der Wegeführung und die freie Disposition von heute gebundenen Betriebsflächen, die Optionen zur Refinanzierung der Maßnahmen für das Land eröffnen.
Ziel des straffen Maßnahmenplanes sei, die langfristige Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Universitätsklinikums sicherzustellen, das wie nahezu alle anderen Universitätskliniken und viele Krankenhäuser unter ständig steigenden Kosten bei bereits jahrelanger Erlös- und Budgetbeschränkungen leide. Das machte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Roland Kaufmann, deutlich.
Neben den dringend erforderlichen baulichen Arrondierungen und Modernisierungen sieht der Masterplan eine weitere konsequente Hinwendung zur universitären Maximalversorgung vor, die mit anderen Leistungserbringern in der Region eng abgestimmt wird. Aufbau- und Ablauforganisation werden derzeit an vielen Stellen mit dem Ziel deutlicher wirtschaftlicher Verbesserungen überprüft und angepasst, dies gilt beispielsweise für eine stärkere Zentralisierung der Laborleistungen und die Konzentration ambulanter Bereiche.
Frankfurt am Main, 31. März 2008
Für weitere Informationen:
Dr. Ulrich Adolphs
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Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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