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Wissenschaft
Bochumer Ermittlungen
Die NS-Vergangenheit und deren Aufarbeitung
Öffentliche Ringvorlesung im Sommersemester
In diesem Sommersemester beginnen die "Bochumer Ermittlungen": Die öffentliche Vortrags- und Veranstaltungsreihe zur Bochumer NS-Vergangenheit und ihrer Aufarbeitung spannt den Bogen von der Funktionselite und der Justiz in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu Fragen der Wiedergutmachung und der Rückkehr der "Opfer" von einst ins Ruhrgebiet. Die Reihe startet am Sonntag, 13. April und umfasst insgesamt zwölf Abendveranstaltungen mit Vorträgen, Diskussionen, Lesungen und Rundgängen in Bochum. Veranstalter sind das Institut für soziale Bewegungen der RUB und das Stadtarchiv (Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte).
Programm im Internet
Das ausführliche Programm der Reihe steht im Internet unter
http://www.bochum.de/stadtarchiv/bochumer_ermittlungen.pdf
Szenische Lesung zum Auftakt
Den Auftakt macht am 13.4. die szenische Lesung "Ich kann mich nicht entsinnen - Ermittlungen zum Synagogenbrand in Bochum am 9. November 1938" (18 Uhr, Schauspielhaus Bochum, Kammerspiele). Die Lesung beruht auf den 1949 im Landgericht entstandenen Vernehmungsprotokollen, vorgetragen von Schauspielern des Schauspielhauses unter Mitwirkung der Bochumer Symphoniker. Bereits ab 17 Uhr gibt es in der "Speisekammer" der Kammerspiele eine Einführung in das Thema "Die NS-Zeit in Bochum" von Prof. Dr. Klaus Tenfelde (RUB) sowie einen Vortrag über den 9. November 1938 und die Bochumer Ermittlungen von 1946 bis 1949 (Dr. Ingrid Wölk, Stadtarchiv).
Themen und Orte
Auf dem umfangreichen Programm stehen neben Vorträgen von Experten zum Beispiel auch Film- und Hördokumentationen (Nürnberger Prozess und Frankfurter Auschwitzprozess) sowie Rundgänge zu Stätten der NS-Vergangenheit in Bochum ("Orte der Verfolgung und des Widerstands" sowie "Orte der jüdischen Erinnerung"). Die Reihe endet am 8.7. mit einer Podiumsdiskussion. Die Veranstaltungen der Reihe finden abwechselnd im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets und im Stadtarchiv statt. Eine Ausnahme sind die Auftaktveranstaltung im Schauspielhaus und die Abschlussveranstaltung in der Bochumer Synagoge. Für alle Interessierten liegt an den Veranstaltungsorten auch ein detailliertes Programm aus.
Weitere Informationen
Dr. Jürgen Mittag, Institut für soziale Bewegungen der RUB, Clemensstraße 17-19, 44789 Bochum, Tel.0234/32-26920, E-Mail: juergen.mittag@rub.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kunst / Design, Musik / Theater, Politik, Recht, Sprache / Literatur
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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