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11.04.2008 08:59

Hallescher Neurochirurg in Medizinischen Beirat aufgenommen

Jens Müller M.A. Medizinische Fakultät / UKH
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Professor Dr. Christian Strauss, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Neurochirurgie, ist in den Medizinischen Beirat der schweizerischen Interessengemeinschaft Akustikusneurinom aufgenommen worden.

    Professor Dr. Christian Strauss, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Neurochirurgie, ist in den Medizinischen Beirat der schweizerischen Interessengemeinschaft Akustikusneurinom aufgenommen worden. Er ist dort das einzige Mitglied aus den ostdeutschen Bundesländern. Der Beirat besteht aus sechs Experten. Betroffene und Angehörige können bei der Interessengemeinschaft sachverständigen Rat bei der Beurteilung des Krankheitsbildes und zu Therapien einholen. Die IG fördert zudem Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Akustikusneurinoms.

    Das Akustikusneurinom ist eine gutartige Geschwulst, die sich im inneren Gehörgang bildet und die Hör- und Gleichgewichtsnerven negativ beeinflusst und sie schädigen kann. Drei typische Symptome kennzeichnen die Erkrankung: ein akuter Hörsturz oder eine fortschreitende Hörminderung, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schwindel. Akustikusneurinome wachsen in der Regel nur sehr langsam. Es dauert manchmal Jahrzehnte, bis die Patienten erste Symptome wahrnehmen. Der Tumor kann auf den Hirnstamm drücken und lebensbedrohliche Herz-, Kreislaufstörungen sowie eine Zirkulationsstörung des Hirnwassers erzeugen.

    Der Erfolg einer dann notwendigen operativen Behandlung hängt wesentlich vom Geschick und der Erfahrung des Operateurs ab. Professor Strauss gilt als einer der erfahrendsten Operateure auf diesem Gebiet in Deutschland. Seine Patienten profitieren unter anderem von seinem Forschungskonzept "Die sichere Operation". Es beschäftigt sich mit dem Überwachen der Nervenfunktionen während des neurochirurgischen Eingriffs - das so genannte Neuro-Monitoring. Eines der Verfahren ist die so genannte "Hallenser Ampel". Diese wurde von Professor Straus und seinem Team entwickelt. Mit diesem Verfahren, das nur am halleschen Universitätsklinikum verfügbar ist, kann jederzeit während der Operation die Funktion von bestimmten Nerven abgerufen werden.


    Bilder

    Professor Dr. Christian Strauss
    Professor Dr. Christian Strauss
    Quelle: Universitätsklinikum Halle (Saale)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
    Deutsch


     

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