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Wissenschaft
Professor Dr. med. André G. Kléber vom Institut für Physiologie der Universität Bern wurde von der Amerikanischen "Heart Rhythm Society" mit dem "Distinguished Scientist Award" ausgezeichnet.
Der Preis wurde Prof. Dr. med. André Kléber für neue Erkenntnisse im Bereich grundlegender Mechanismen der elektrischen Impulsausbreitung im Herzen und der Herzrhythmysstörungen verliehen. Besonders erwähnt werden in der Laudatio die experimentellen Modelle, die Kléber zusammen mit Mitarbeitern entwickelt hat und die zwischenzeitlich weltweit Anwendung gefunden haben. Die 1979 gegründete "Heart Rhythm Society" zählt weltweit über 5'000 Mitglieder aus 70 Ländern. Sie setzt sich für den Fortschritt in Diagnostik und Therapie des akuten Herztodes und der Herzrhythmusstörungen ein und unterstützt auf diesem Gebiet die Grundlagen- sowie die klinische Forschung.
Die ersten Arbeiten von Klébers Forschungsgruppe betrafen vor allem den Zusammenhang zwischen der mangelnden Durchblutung bei Verengung der Herzkranzgefässe und der Störung der zellulären elektrischen Aktivität. In den letzten Jahren hat Kléber mit seinen Mitarbeitern unter Anwendung von Technologien, die für die Elektronik entwickelt worden sind, Strukturen von Herzmuskelgewebe in der Zellkultur erzeugt und gezeigt, dass diese mikroskopischen Netzwerke sowohl für die Erklärung der Entstehung von Rhythmusstörungen, wie auch der Wirkung von Elektroschocks wichtig sind. Kulturen mit genetisch veränderten Herzzellen haben es erlaubt, die Rolle spezifischer Moleküle in der elektrischen Herzaktivität und den Herzrhythmusstörungen aufzuzeigen.
Aus der Weiterentwicklung dieser Methodologie sind unter anderem wichtige Arbeiten über die Herstellung von künstlichen Herzgeweben (sogenanntes "Tissue engineering") mit vorbestimmter zellulärer Struktur entstanden.
Kléber ist erst der dritte Europäer, der mit diesem Award ausgezeichnet wird. Die Auszeichnung in Form einer Goldmedaille wird ihm im Mai in San Francisco verliehen.
Kléber war nach seinem Studium an der Universität Bern ab 1970 als Kardiologe und Forscher tätig. Nach einem Aufenthalt in Amsterdam kehrte er 1980 nach Bern zurück, wo er 1990 Professor wurde. Kléber ist heute Ordinarius für Physiologie.
http://www.kommunikation.unibe.ch/medien/mitteilungen/personalia/2008/herzforsch...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

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