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Wissenschaft
17 Mädchen nahmen Einblick in den Arbeitsalltag von Chemikern und Biologen
Idstein. Im Rahmen des diesjährigen Girls'Days, des Mädchen-Zukunftstags, bot die Europa Fachhochschule Fresenius (EFF) in Idstein am 24. April eine Laborveranstaltung an. Dieses Jahr Laborversuche aus der Chemie und Biologie auf dem Programm. 17 Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren hatten sich zum Girls'Day an der EFF angemeldet. Sie brachten bei Versuchen den "Chemischen Garten" zum Blühen und extrahierten die DNA von Obst und Gemüse. "Unser Angebot für den Girls'Day war nach der Veröffentlichung sofort ausgebucht", zieht Antonie Binder, Organisatorin der Veranstaltung an der EFF, Bilanz. "Das zeigt uns, wie groß das Interesse bei den Mädchen am Thema Naturwissenschaft ist."
Pünktlich um 9 Uhr startete der Girls'Day an der EFF. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Schülerinnen, die die Klassenstufen 5 bis 9 an Gymnasien, Real- und Gesamtschulen im Rhein-Main-Gebiet besuchen, mit Schutzkitteln ausgestattet und in die Labore geführt. Mit Begeisterung, aber auch großer Konzentration waren die Mädchen bei der Sache. Im Natronwasserglas ließen sie mittels Beigabe verschiedener Metallsalze farbenprächtige Kristallgebilde entstehen. Danach extrahierten die Teilnehmerinnen die DNA von Obst und Gemüse wie Tomate, Apfel und Zwiebel. Viele der Mädchen wissen bereits heute, dass sie einen Beruf im naturwissenschaftlichen Bereich ergreifen wollen: "Ich komme aus einer Familie, in der alle entweder Physiker, Chemiker oder Mathematiker sind. Da bin ich sozusagen vorbelastet", sagt Rebecca Konijnenberg (15) mit einem Augenzwinkern. Die Gymnasiastin war extra aus Darmstadt angereist.
"Ein Beruf im Labor erfordert sicherlich viel Begeisterung für die Tätigkeit", meint Matthias Nau. Der Diplom-Ingenieur für Chemie betreute die Versuche beim Girls'Day. "Die Mädchen haben diese Begeisterung für die Naturwissenschaften gezeigt, das lässt natürlich für den beruflichen Nachwuchs hoffen." Auch in den nächsten Jahren plant die EFF, Plätze am Mädchen-Zukunftstag zur Verfügung zu stellen.
Der Girls'Day
Der vierte Donnerstag im April ist inzwischen bundesweit zu einer Institution geworden: Am Girls'Day, initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Initiative 21, erhalten Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 seit 2001 Einblicke in Berufsfelder, die bisher vornehmlich von jungen Männern ausgewählt werden. Der Mädchen-Zukunftstag, zu dem von technischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren in diesem Jahr über 132.000 Plätze in ganz Deutschland zur Verfügung gestellt wurden, hat das Ziel, den Erfahrungshorizont der Mädchen besonders auf technischen und naturwissenschaftlichen Gebieten zu erweitern, er dient aber auch der Kontaktherstellung zu potentiellen Arbeitgebern.
Die Teilnehmerinnen des Girls'Day an der Europa Fachhochschule Fresenius
Quelle: Foto: Europa Fachhochschule Fresenius
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Informationstechnik
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

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