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In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsgemäldesammlung haben Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilans-Universität (LMU) München eine Ausstellung zum Gesamtwerk des Münchener Malers Ulrich Loth (vor 1599 - 1662) realisiert. Die Ausstellung "Ulrich Loth - Zwischen Caravaggio und Rubens" beginnt am 8. Mai 2008 in der Alten Pinakothek und zeigt erstmals die Werke des zu unrecht vergessenen Münchener Meisters der frühbarocken Malerei in ganzer Breite: Neben sechs großformatigen Altarbildern zählt vor allem der seit 200 Jahren erstmals wieder zusammengeführte vierteilige "Isaak-Zyklus" zu den Höhepunkten. Zahlreiche Gemälde wurden mit großem Aufwand restauriert und können nun bis zum 7. September 2008 in der Alten Pinakothek besichtigt werden.
Die Ausstellung wurde im Rahmen des Promotionsprogramms "Museums- und Ausstellungswesen" geplant und durchgeführt. Das Programm hat zum Ziel, innerhalb von vier Semestern eine Ausstellung mit Rahmenprogramm und Katalog in der Praxis zu verwirklichen. Die elf Doktorandinnen und Doktoranden des Instituts für Kunstgeschichte erarbeiteten zunächst das kunsthistorische Thema sowie das Umfeld und entwickelten anschließend ein Ausstellungskonzept. Zusätzlich wurde der Katalog zur Ausstellung vorbereitet. In der letzten Phase des Seminars wurde nun die Ausstellung eingerichtet und das Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen, für das die Doktoranden zum Teil ebenfalls zuständig sind, geplant. "Neben der Arbeit an ihren Dissertationen lernen unsere Doktoranden so auch die praktische Arbeit im Museum kennen", sagt Professor Frank Büttner, Leiter des Instituts für Kunstgeschichte. "Was es bedeutet, eine komplette Ausstellung auf die Beine zu stellen, kann man weder im Studium noch in einem Praktikum lernen - dafür bleibt zu wenig Zeit. Während des Programms jedoch hatten die Doktoranden die einzigartige Möglichkeit, sich intensiv mit den Werken von Ulrich Loth zu befassen."
Ulrich Loth war nach Peter Candid der bedeutendste Münchener Maler des 17. Jahrhunderts. Er zählt zu den Schülern Candids und war Hofmaler des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern. Vier Jahre seiner Ausbildung verbrachte er in Italien und kehrte von dort 1623 als erster deutscher Caravaggio-Nachfolger zurück. 1629 schied er aus dem Hofdienst aus und arbeitete seitdem sowohl für den Hof als auch auf dem freien Markt. Loths Hauptwerk ist das Altarbild "Die Anbetung der Könige" aus der Münchener Frauenkirche. Das Altarbild wurde ebenso wie das an Caravaggio orientierte Altarbild "Tod Mariens" aus dem Freisinger Mariendom eigens für diese Ausstellung in die Alte Pinakothek transportiert. Daneben sind auch großformatige Historienszenen, Halbfigurenbilder sowie private Andachtsbilder zu sehen.
Ausstellung: "Ulrich Loth - Zwischen Caravaggio und Rubens"
Termin: 8. Mai bis 7. September 2008
Ort: Alte Pinakothek, Barer Straße 27, Eingang Theresienstraße
Öffnungszeiten: täglich außer Montag 10 bis 18 Uhr; Dienstag 10 bis 20 Uhr
Weitere Informationen: www.kunstgeschichte.lmu.de sowie www.pinakothek.de
http://www.kunstgeschichte.lmu.de
http://www.pinakothek.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater
regional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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