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07.05.2008 11:59

Forstliche Studiengänge an deutschen Universitäten wurden erfolgreich harmonisiert

Rudolf-Werner Dreier Kommunikation und Presse
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

    Der Forstliche Fakultätentag (der Zusammenschluss aller deutschen Universitäts-Fakultäten mit Stu-diengängen im Bereich "Forstwissenschaft") hat die Aktualisierung und gegenseitige Abstimmung aller universitären forstlichen Studiengänge in Deutschland vorläufig abgeschlossen.

    Dies ist die Reaktion auf große Herausforderungen und Möglichkeiten, denen sich der Forstbereich aktuell gegenüber sieht. Einerseits werden traditionelle Strukturen in den öffentlichen Forstverwal-tungen neu geordnet und dabei verschlankt, andererseits entstehen neue anspruchsvolle Tätigkeits-felder, etwa im Bereich des Energieholzes. Der Rohstoff "Holz" wird wieder wichtiger, nicht nur als ökologischer Baustoff, sondern auch als älteste und bis heute mengenmäßig bedeutsamste Quelle von Bioenergie, die im Übrigen nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung steht, wie dies etwa bei Bioethanol aus Getreide oder bei Biodiesel aus Pflanzenölen der Fall ist. Aus ökologischer Sicht gewinnen Wälder zudem weltweit an Bedeutung als wichtigste terrestrischen "Senke" von CO2.

    Der europaweit laufende Prozess der Umstellung vom Diplom-Studiensystem auf Bachelor- und Master-Studiengänge (Bologna-Prozesses) wurde im Forst-Bereich zügig umgesetzt, da mit dieser formellen Neugestaltung zugleich eine inhaltliche Weiterentwicklung möglich war, gerade im Hin-blick auf neue Berufsfelder. Die forstlichen Fakultäten an den Universitäten Göttingen und Freiburg sowie an den Technischen Universitäten Dresden und München konnten damit ihre Attraktivität für Studierende deutlich erhöhen. Mit den jetzt vorliegenden neuen Bachelor- und Master-Studienstrukturen im Bereich Forst werden aktuelle und hochinteressante Studiengänge zu zentralen gesellschaftlichen Fragen angeboten, die vom Wald ausgehen und gleichzeitig weit in Landschaft und Gesellschaft hineinreichen. Zentrale Stichworte sind Nachhaltigkeit, Klimawandel, Naturschutz, Holz als natürlicher Rohstoff und Bioenergie-Träger. Durch die gegenseitigen Abstimmungen der Fakultäten in der gesamten Planungsphase ist nunmehr ein problemloser Wechsel von Studierenden zwischen den Studienorten gewährleistet, einerseits weitgehend schon während des Bachelor-Studiums, vor allem aber beim Wechsel vom Bachelor- zum Master-Studium..

    Kontakt:
    Prof. Dr. S. Fink
    Vorsitzender des Forstlichen Fakultätentages
    Siegfried.Fink@fobot.uni-freiburg.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Tier / Land / Forst
    regional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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