idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
07.05.2008 13:10

Studierende in Karlsruhe und St. Petersburg entwickeln gemeinsam Software

Vera Münch PR & TEXTE
Forschungszentrum Informatik

    Projektpraktikum am FZI Forschungszentrum Informatik bereitet auf internationale arbeitsteilige Softwareentwicklung vor / Aufgabenstellung ist kollaborative Anwendungsentwicklung bei selbständigem Projektmanagement / Erfahrungen werden am 21. Mai auf der Konferenz "Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft in Russland im 21. Jahrhundert" (20. - 22.05) in St. Petersburg sowie in russischen Unternehmen und an Universitäten vorgestellt

    Karlsruhe, 7. Mai 2008 - Mit einem Projektpraktikum, an dem deutsche Studierende in Karlsruhe und russische Studierende in St. Petersburg beteiligt sind, bereiten der Bereich Software Engineering (SE) am FZI Forschungszentrum Informatik und die Universität Karlsruhe (TH) Absolventen auf internationale arbeitsteilige Softwareentwicklung vor. In dem erstmals durchgeführten Praktikum entwickeln Teams der Technischen Universität St. Petersburg und der Universität Karlsruhe ein halbes Jahr lang gemeinsam ein Programm zum Reklamationsmanagement. Dabei sind auch Arbeitsabläufe, Fragen des Kundenservice und des Qualitätsmanagements zu berücksichtigen. Außerdem müssen die Studierenden ihre Zusammenarbeit im Projekt, beispielsweise die Aufgabenteilung, die Terminkontrolle und die Koordination, selbst organisieren. So lernen sie am praktischen Beispiel die mit internationaler Arbeitsteilung verbundenen Herausforderungen kennen und erwerben Kompetenzen zum Management international verteilter kollaborativer Softwareprojekte. Auf der Konferenz "Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft in Russland im 21. Jahrhundert" in St. Petersburg (20. - 22. 05.) haben die Studierenden am 21.Mai die Gelegenheit, ihre gesammelten Erfahrungen zu präsentieren. Im Anschluss an die Konferenz sind weitere Vorträge an russischen Hochschulen sowie der Besuch mehrerer Unternehmen vorgesehen.

    Die Praktikumsteilnehmer in Russland werden von Professor Eugeny Pischkin und seinem Mitarbeiter Mikhail Moiseev von der Fakultät für Technische Kybernetik der Universität St. Petersburg betreut. Die Teams in Karlsruhe betreuen am FZI Dr. Juho Mäkiö aus der Forschungsgruppe von Professor Dr. Walter F. Tichy und an der Universität Karlsruhe (TH) Stefanie Betz aus der Gruppe von Professor Dr. Andreas Oberweis am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB). Das FZI-Projektpraktikum ist ein Angebot im Rahmen des Projektes OUTSHORE, in dem mit Förderung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) Methoden und Werkzeuge zur Bewertung von Chancen und Risiken der Vergabe von IT-Entwicklungsprojekten ins Ausland entwickelt werden. Sie sollen besonders kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei ihrer Vergabeplanung unterstützen. Mehr dazu unter http://www.outshore.de. Auf Seiten der Wirtschaft wird das Projektpraktikum von den FZI-Partnern pi-consult GmbH, Karlsruhe, aicas GmbH, Karlsruhe, PROMATIS Software GmbH, Ettlingen gesponsert. Zudem unterstützt ein privater Sponsor die internationale Ausbildungskooperation.

    Hintergrund für die Redaktion:
    Die als Offshoring bezeichnete, in der produzierenden Industrie seit Jahren übliche Verlagerung von Produktion in Niedriglohnländer bzw. die Vergabe von Teilaufträgen dorthin, greift zunehmend auch im Dienstleistungsbereich um sich. Bei der Entwicklung von Software kommt die Besonderheit hinzu, dass die Arbeit über Netze kollaborativ durchgeführt werden kann. Dies wirft eine Vielzahl neuer, bei der Entwicklung im eigenen Unternehmen nicht anfallender Koordinations- und Abstimmungsaufgaben auf, die aus ganz einfachen Fakten wie Zeitunterschieden, aber auch aus unterschiedlichen Ausbildungsinhalten im Studium, anderer Bewertung und Nutzung von Programmiersprachen, Verständigungsproblemen oder auch kulturellen Gepflogenheit des Landes resultieren.

    Im Zuge der Globalisierung wird Software-Offshoring jedoch zunehmend zu einem erfolgskritischen Faktor für die Wirtschaft. In der internationalen Vergabe von Arbeiten steckt großes Potential zur Kostensenkung und zur Abdeckung fehlender Kapazitäten. Nach Auffassung der beteiligten Karlsruher Wissenschaftler muss die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb dieses Potential für ihre Geschäftszwecke erschließen.

    FZI Forschungszentrum Informatik
    Haid-und-Neu-Str. 10-14
    76131 Karlsruhe
    Ansprechpartner: Dr. Juho Mäkiö
    Telefon: 0721/9654-266
    E-Mail: maekioe@fzi.de
    Internet: http://www.fzi.de

    Vera Münch PR+TEXTE
    Telefon: 05121/82613 mobil: +49 171 38 25 545
    E-Mail: info@vera.muench.de

    Über das FZI Forschungszentrum Informatik
    Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH). Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben, Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiteren Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen. Die Forschungseinrichtung ist gemeinnützig.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).