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Wissenschaft
Interdisziplinäres und internationales Symposium "Wie verändern Laien unsere visuelle Kultur?" vom 5. bis 7. Juni 2008 in Siegen
Im virtuellen Raum geht es geschäftig zu: Immer mehr Menschen fotografieren, filmen, bloggen, posten, taggen und spielen auf den verschiedensten Plattformen des Internets. Die Zeiten, in denen nur "Profis" bestimmten, was im World Wide Web zu sehen und zu lesen ist, sind längst passé. Menschen, die früher nur im privaten Kreis selbst gemachte Bilder zeigten, können sich nun öffentlich und global artikulieren. Im Dezember 2006 kürte etwa das Time Magazine das "Du" zur "Person des Jahres". - Du, also der Nutzer, ist nicht mehr nur Rezipient, sondern aktiver Gestalter und Produzent medialer Inhalte. Der Laie und Medienamateur formiert sich zur "fünften Gewalt" - in Wikis, Weblogs, Bild- und Videoportalen.
Neben der Sprache spielen dabei Bilder eine zentrale Rolle. Bilder beherrschen unseren Alltag, unsere wissenschaftliche Arbeit, sie beeinflussen unsere Meinungen und prägen unser Bewusstsein. Dabei wurden die Möglichkeiten der Bilderzeugung seit dem 19. Jahrhundert immer weiterentwickelt: von der Fotografie, über Film und Video bis hin zu den Bildproduktionen des Internets. Wie nun verändern Laien unsere visuelle Kultur?
Dieser Frage widmet sich eine durch die VolkswagenStiftung geförderte wissenschaftliche Tagung, die vom 5. bis zum 7. Juni 2008 in Siegen stattfindet. Initiatorin ist Professorin Dr. Susanne Regener, Lehrstuhl Mediengeschichte der Universität Siegen, die rund 25 (Bild-) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunstgeschichte, Geschichtswissenschaft, Ethnologie, Film- und Theaterwissenschaft sowie Politik- und Sozialwissenschaft, Medientheoretiker und -praktiker ins Siegener Museum für Gegenwartskunst geladen hat. Diskutiert werden soll nicht zuletzt über das Verhältnis von Kunst und Alltag sowie Kunst, Populärkultur und Wissenschaft - auch aus kulturhistorischer Sicht: In welchem Bezug stehen etwa die Produktionen des Internetusers zu denen des historischen Amateurs im 19. und 20. Jahrhundert? Wie wird das Selbst im digitalen Raum konstruiert? Können Produkte des Amateurs und ihre Ästhetik auf die professionelle (hohe) Kultur rückwirken?
Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Sie finden das Programm auf der Homepage zur Tagung unter http://www.medienamateure.de. Bitte melden Sie sich bei Interesse an unter der E-Mail info@medienamateure.de, da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist. Die Tagung findet statt im Museum für Gegenwartskunst Siegen. Start ist am Donnerstag, dem 5. Juni, um 15 Uhr.
Tagungsort
Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1
57072 Siegen
Kontakt Projekt
Universität Siegen
Lehrstuhl für Mediengeschichte
Prof. Dr. Susanne Regener
Telefon: 0271 740 2046
E-Mail: regener@medien-wissenschaft.uni-siegen.de
Kontakt
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de
Der Text der Presseinformation sowie ein Foto stehen im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20080515.
http://www.medienamateure.de - Programm
Was Medienamateure auslösen
Quelle: Foto: Universität Siegen
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater, Sprache / Literatur
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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