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21.05.2008 14:06

Känguru-Plage bedroht eine der letzten ursprünglichen Grasflächen Australiens - Deutsche und Australische Forscher untersuchen Folgen der Verstädterung

Tilo Arnhold Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

    Canberra/Leipzig. Das Australische Verteidigungsministerium lässt momentan mehrere hundert Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra einschläfern. Diese Maßnahme hat zu hitzigen Diskussionen in Australien und internationalen Schlagzeilen geführt. Die Situation ist besonders kritisch in zwei abgeschlossenen Militärgebieten am Rande Canberras, die ein idelaes Refugium für die Östlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus) bilden. Die Grasflächen dort sind mittlerweile völlig überweidet - mit dramatischen Konsequenzen für andere Tierarten. Denn gerade diese Flächen zählen zu den wenigen verbliebenen natürlichen Grasflächen Australiens und sind damit auch eine der übrig gebliebenen Reservate für bedrohte Tierarten wie die Sonnenmotte (Synemon plana) oder den Ohrlosen Graslanddrachen (Tympanocryptis pinguicolla) eine der seltensten Eidechsenarten überhaupt. Etwa 400 der rund 600 Kängurus auf dem 200 Hektar großen Militärgebiet werden in den nächsten Tagen betäubt und anschließend eingeschläfert. Ein Umsiedlungsprogramm war zuvor von der Regierung als zu teuer abgelehnt worden. Eine Umsiedlung hätte außerdem das Problem nur verlagert.
    Forscher aus Canberra und Leipzig untersuchen dort seit mehreren Jahren, welche Folgen Landschaftszerschneidung und Nutzungsänderungen auf die Artenvielfalt haben.

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    in Australia:
    Dr William Osborne, Msc Anett Richter, Dr Marion Höhn
    University of Canberra / UFZ
    phone: +61-2-6201-5377, -2937, -2875
    http://aerg.canberra.edu.au/teams/osborne/
    http://aerg.canberra.edu.au/php/showstaff.php?usercode=osborne
    http://aerg.canberra.edu.au/php/showstudent.php?usercode=richter
    http://www.ufz.de/index.php?de=2167
    http://aerg.canberra.edu.au/php/staff.php

    in Germany:
    Dr Klaus Henle
    Helmholtz Centre for Enviromental Research (UFZ)
    phone: +49-341-235-1270, -3947
    http://www.ufz.de/index.php?de=1868
    or
    Tilo Arnhold
    Press office, Helmholtz Centre for Environmental Research - UFZ
    phone: +49-341-235-2278
    e-mail: presse@ufz.de
    http://www.ufz.de/index.php?en=640

    Mehr zum Thema Biodiversität finden Sie in einer Spezialausgabe des UFZ-Newsletters zur 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Biologischen Vielfalt (COP9), die vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn statt finden wird.
    http://www.ufz.de/index.php?de=10690


    Weitere Informationen:

    http://www.ufz.de/index.php?en=12252 - full press release
    http://www.alphagalileo.org/index.cfm?fuseaction=readrelease&releaseid=52945... - more photos


    Bilder

    Typisches Grasland bei Canberra.
    Typisches Grasland bei Canberra.
    Quelle: Foto: Anett Richter/UFZ

    Über 6000 Exemplare des Östlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus) leben in zwei Militärgebieten am Rande Canberras. Das Australische Verteidigungsministerium läßt die Känguru-Population jetzt reduzieren, um die empfindlichen Grasland-Ökosysteme zu schützen.
    Über 6000 Exemplare des Östlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus) leben in zwei Militärge ...
    Quelle: Foto: Anett Richter/UFZ


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Informationstechnik, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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