idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Michele Miragoli vom Institut für Physiologie der Universität Bern wurde mit dem "Cardiovascular Biology Prize" der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie ausgezeichnet.
Die Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie (SGK) verlieh anlässslich ihrer 60. Jahresversammlung in Bern Dr. Michele Miragoli den mit CHF 30'000.- dotierten "Cardiovascular Biology Prize". Der von der Firma Pfizer gestiftete Preis wird seit zehn Jahren von der SGK für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Herzforschung verliehen. Die mit dem Preis ausgezeichnete und im Journal "Circulation Research" publizierte Arbeit entstand in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. med. Stephan Rohr am Institut für Physiologie der Universität Bern.
Die Arbeit beschreibt erstmals, dass krankhaft veränderte Bindegewebszellen im Herzen die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen derart heraufsetzen können, dass es zu unkontrollierten Herzschlägen kommt, die schwere Herzrhythmusstörungen auslösen können. Solche krankhaft veränderten Bindegewebszellen, so genannte Myofibroblasten, treten im Herzmuskelgewebe jeweils bei Herzvergrösserungen und nach Infarkten auf. Daher weist die Entdeckung von Dr. Miragoli auf einen neuen Mechanismus hin, der zur häufigen Entstehung von Herzrhythmusstörungen bei diesen Herzerkrankungen beitragen kann. Mit dieser Erkenntnis eröffnet sich die Perspektive, in Zukunft auf mit Bindegewebszellen ausgerichteten Behandlungen möglicherweise der Entstehung von Herzrhythmusstörungen bei Herzvergrösserungen und nach Herzinfarkten vorbeugen zu können.
Quellenangabe: Michele Miragoli, Nicolò Salvarani, and Stephan Rohr: Myofibroblasts Induce Ectopic Activity in Cardiac Tissue, Circulation Research, Okt. 2007; doi:10.1161/CIRCRESAHA.107.160549
http://www.kommunikation.unibe.ch/medien/mitteilungen/personalia/2008/cardiovasc...
Dr. Michele Miragoli
Quelle: Universität Bern
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Personalia
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).