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02.06.2008 08:54

Gütesiegel an hallesche Neurologische Uniklinik für die Behandlung von Muskelerkrankungen vergeben

Jens Müller M.A. Medizinische Fakultät / UKH
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) wurde an die hallesche Neurologische Uniklinik für die Behandlung von Muskelerkrankungen vergeben. Das Zentrum zählt zu den größten seiner Art in Deutschland.

    Die Behandlung von Muskelerkrankungen im Neuromuskulären Zentrum der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie ist mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) ausgezeichnet worden. "Wir freuen uns, dass die Qualität unserer Arbeit anerkannt wird", sagt Professor Dr. Stephan Zierz, Direktor der Klinik und bundesweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Muskelerkrankungen (Myopathien). Das von der DGM zertifizierte Neuromuskuläre Zentrum der Neurologischen Uniklinik in Halle behandelt nicht nur Patienten aus Sachsen-Anhalt, sondern auf Grund der besonderen Expertise Erkrankte aus dem gesamten Bundesgebiet und zählt damit zu den größten Einrichtungen in Deutschland. Es verfügt als eines der wenigen Zentren über ein eigenes Muskellabor.

    Im Zentrum werden jährlich etwa 1500 ambulante Patientenkontakte gezählt, außerdem etwa 400 Patienten stationär diagnostiziert und therapiert. Zu den Erkrankungen zählen beispielsweise ALS, Muskelschwund (Atrophie) oder auch erblich bedingte Muskelerkrankungen. Es gibt mehr als 200 Muskelerkrankungen, die teilweise nur sehr selten auftreten und daher eine besondere Behandlungskompetenz bedürfen.

    Die DGM vergibt das Gütesiegel mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Standards für die Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen auf einem qualitativ anerkannten Niveau sicher zu stellen. Dabei legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Klinikums, da Muskelerkrankungen nicht nur Muskeln, sondern auch andere Organe wie Herz, Leber und Augen betreffen können. Daher kooperiert das Neuromuskuläre Zentrum Halle beispielsweise für die Fachbereiche Kardiologie, Pulmologie, Augenheilkunde, Neuropädiatrie, Orthopädie, Rheumatologie oder Humangenetik mit anderen Universitätskliniken und Instituten, aber ebenso mit anderen halleschen Krankenhäusern. Für die verschiedenen Erkrankungen werden Spezialsprechstunden angeboten. Regelmäßig finden interdisziplinäre Fallbesprechungen und Weiterbildungen statt.


    Bilder

    Das Team des Neuromuskulären Zentrums des Uniklinikums Halle.
    Das Team des Neuromuskulären Zentrums des Uniklinikums Halle.
    Quelle: Universitätsklinikum Halle (Saale), Daniel Gandyra


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


     

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