idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
04.06.2008 15:29

Neue Professorin für Klinische Pflegeforschung

Bernd Frye Pressestelle
Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

    Prof. Dr. Gabriele Meyer an der Universität Witten/Herdecke eingeführt

    Gabriele Meyer ist neue Universitätsprofessorin für klinische Pflegeforschung an der Universität Witten/Herdecke. "Seit Beginn meiner wissenschaftlichen Tätigkeit verfolge ich das Thema evidenz-basierte Pflege", sagt die Forscherin, die jetzt mit einer Feier im Institut für Pflegewissenschaft offiziell in ihr Amt eingeführt wurde. Für die gelernte Krankenschwester, die vor Studium und Promotion 13 Jahre in diesem Beruf gearbeitet hatte, steht vor allem eine Frage im Vordergrund: "Was bringt es dem Patienten?" Gabriele Meyer: "Dazu führe ich eigene Untersuchungen durch, sehe meine Arbeit aber auch darin, vorhandene Studien in Praxisanleitungen für Pflegende umzumünzen."

    Bei ihren Forschungsprojekten interessiert sich Gabriele Meyer für den konkreten Versorgungsalltag. Beispiel: Freiheitseinschränkung. Warum werden ältere Menschen in ihren Stühlen angegurtet oder mit Bettgittern an der Bewegung gehindert? Jeder würde intuitiv sagen: Weil zu wenig Pflegende für zu viele Patienten da sind. "Nein", entgegnet Gabriele Meyer, "am Personalengpass hängt es nicht zuerst, der war bei allen untersuchten Heimen gar nicht unterschiedlich." Die Entscheidung, die Bewegungsfreiheit einzuschränken, fällt offenbar auf einer anderen Ebene. "Die Frage müssen wir noch genauer untersuchen", kündigt sie an.

    Ein weiteres Thema ist der Nutzen von Instrumenten zur Einschätzung von Gesundheitsrisiken: Sie sind in der Pflege weit verbreitet. Doch profitieren Patienten oder Altenheimbewohner tatsächlich davon, wenn standardisierte Instrumente genutzt werden? Oder werden nur knappe personale Ressourcen verschwendet ohne den geringsten Nutzen? Das hat Meyer kürzlich für die Sturzrisikoeinschätzung untersucht. Meyer: "Das ist das, was ich in Witten stärken möchte. Witten ist in der Pflegeforschung bei den Methoden und Untersuchungsinstrumenten sehr stark anerkannt. Ich möchte die Fragen nach dem klinischen Nutzen und der klinischen Relevanz weiter stärken."

    Kontakt:
    Prof. Dr. Gabriele Meyer, 02302/926-317
    Gabriele.Meyer@uni-wh.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).