idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Hertz-Gastprofessur 2008: Thomas Reiter, Astronaut und DLR-Vorstandsmitglied
Thomas Reiter, populärer Astronaut und Mitglied des Vorstands für Raumfahrtforschung und -entwicklung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. in der Helmholtz-Gemeinschaft (DLR), ist in diesem Jahr Heinrich-Hertz-Gastprofessor an der Universität Karlsruhe. Am 12. und 19. Juni hält er jeweils um 18 Uhr im AudiMax (Straße am Forum 1, Geb. 30.95) zwei öffentliche Vorträge. Am 20. Juni gestaltet er ab 9 Uhr ein Seminar für Studierende im Institut für Thermische Strömungsmaschinen.
In seinem ersten Vortrag am Donnerstag, 12. Juni, "Countdown für eine bemannte Raumfahrtmission - Vorbereitung, Missionsdurchführung und zukünftige Perspektiven" berichtet er von seiner erfolgreichen, fast sechsmonatigen Astrolab-Mission. Sein Vortrag gibt einen spannenden Einblick in die ALLtägliche Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation ISS mit mehr als 30 Experimenten aus Medizin, Biologie und Materialwissenschaft. Der von Reiter mitgestaltete Auf- und Ausbau der Station und die wissenschaftlichen Aspekte einer Raumflugmission sind ebenso Thema wie die grundlegende Frage "Welchen Nutzen hat der Aufenthalt von Menschen im Weltall?".
Thomas Reiter studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg. 1992 wurde er in das europäische Astronautenteam der Europäischen Weltraumorganisation ESA berufen und 1995 Bordingenieur der Mission "Euromir 95" - mit 179 Tagen im All die bis dahin längste bemannte Weltraummission der ESA. 2006 folgte die Mission "Astrolab". Reiter wurde durch diese erste europäische Langzeitmission zum europäischen Astronaut mit der längsten Weltraumerfahrung - mit 350 Tagen, 4 Stunden und 55 Minuten. Seit dem 1. Oktober 2007 stellt sich Thomas Reiter der für ihn neuen Herausforderung des Forschungsmanagements: Im Vorstand des DLR ist er für die Bereiche Raumfahrtforschung und -entwicklung zuständig. Im Herbst 2007 wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Geboren wurde Thomas Reiter am 23. Mai 1958 in Frankfurt a. M. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. In seiner Freizeit widmet er sich dem Fechten, Badminton und Kochen. Gitarre spielte er sogar im Weltraum.
Die Heinrich-Hertz-Gastprofessur hatten unter anderem Marcel Reich-Ranicki, Helmut Schlesinger und Roman Herzog inne. Die mit 7.500 Euro dotierte Professur hatte 1987 die Karlsruher Hochschulvereinigung - heute Karlsruher Universitätsgesellschaft - anlässlich des 100. Jahrestages der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz gestiftet.
Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung - Lehre - Innovation.
Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.
Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: http://www.kit.edu
Das Foto von Thomas Reiter kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: presse@verwaltung.uni-karlsruhe.de oder +49 721 608-7414.
Weiterer Kontakt:
Tatjana Rauch
Presse, Kommunikation und Marketing
Universität Karlsruhe (TH)
Tel.: +49 721 608-8153
Fax: +49 721 608-5681
E-Mail: presse@verwaltung.uni-karlsruhe.de
Bald all-täglich? Europäer im Weltraum
Quelle: Foto: DLR
Thomas Reiter, Astronaut und DLR-Vorstandsmitglied
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Mathematik, Physik / Astronomie
regional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).