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18.06.2008 17:04

Bessere Ernte dank Hightech

Silvia von Einsiedel Pressereferat
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Milchforschung, Pflanzenzüchtung und Robotik in der Landwirtschaft:
    Finalisten des BMBF-Wettbewerbs zur Agrarforschung sind ausgewählt

    Steigende Rohstoff- und Lebensmittelpreise, die Zerstörung von landwirtschaftlich nutzbarer Fläche, der Rückgang der biologischen Vielfalt und die Verlagerung von landwirtschaftlichen Anbauzonen durch den Klimawandel sind zentrale globale Herausforderungen. Die Agrarwissenschaften können dafür Lösungen entwickeln - daher stärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Agrarforschung mit der Zukunftsinitiative Bioenergie und gesunde Ernährung. Ein wichtiger erster Schritt ist dabei die Förderung von Kompetenznetzen in den Agrar- und Ernährungswissenschaften, bei denen das Know-How der besten Forschungseinrichtungen unter Einbindung von Unternehmen gebündelt wird. Hierfür stellt das BMBF in den nächsten fünf Jahren bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Initiative setzt außerdem Vorschläge des Berichts der Bundesregierung "Globale Ernährungssicherung durch nachhaltige Entwicklung und Agrarwirtschaft" um, der am Mittwoch beschlossen wurde.

    Von bundesweit 27 eingereichten Anträgen sind in einer ersten Wettbewerbsrunde jetzt neun Finalisten ausgewählt worden: Kiel, Rostock, Potsdam, Halle, Hannover, Göttingen, Bonn, Stuttgart-Hohenheim und München. Dabei sind insgesamt über 50 Partner aus der Wissenschaft (Hochschulen und Forschungseinrichtungen) und 50 Partner aus der Wirtschaft beteiligt. Die Themen reichen von der Milchforschung, Pflanzen- und Tierzüchtung, Bioenergieproduktion, Ressourceneffizienz im Gartenbau, Sensorik und Robotik in der Landwirtschaft bis hin zur Untersuchung von ökonomischen und ökologischen Fragen in der Agrarwirtschaft. Die Finalisten werden jetzt ihr Strategiekonzept ausarbeiten und Anfang nächsten Jahres einer Jury zur Beurteilung vorlegen. Drei bis maximal sechs Kompetenznetze werden dann vom BMBF für fünf Jahre gefördert.

    Ziel des Bundesforschungsministeriums ist es, eine international wettbewerbsfähige, exzellente Agrar- und Ernährungsforschungslandschaft in Deutschland aufzubauen, die ihre Forschungsergebnisse schnell zur Anwendung bringt. Es geht dabei um die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette von der Urproduktion natürlicher Ressourcen bis hin zur Bereitstellung qualitativ hochwertiger Rohstoffe wie Biomasse, Futtermittel oder Lebensmittel für den Verbraucher.

    Kurzbeschreibung der Finalisten

    Food Chain Plus: Wertschöpfungskette von Lebensmitteln
    Koordinator: Universität Kiel, Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät
    Prof. Dr. Karin Schwarz

    PHÄNOMICS - Ein systembiologischer Ansatz zur Genotyp-Phänotyp-Abbildung bei den Nutztieren Rind und Schwein
    Koordinator: Universität Rostock, Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Institut für Nutztierwissenschaften und Technologie, Prof. Dr. Manfred Schwerin

    Potsdamer Kompetenznetzwerk zur evidenzbasierten Optimierung von Nutzpflanzen
    Koordinator: Universität Potsdam, Institut für Biochemie und Biologie sowie Institut für Ernährungswissenschaft, Prof. Dr. Bernd Müller-Röber

    WeGa- Kompetenznetz Wertschöpfungskette Gartenbau
    Ressourceneffizienz und Qualitätssicherung im Gartenbau
    Koordinator: Leibniz Universität Hannover, Institut für Biologische Produktionssysteme,
    Prof. Dr. Thomas Rath

    "TroPaNet - Trockenheits- und Pathogenresistenz bei Nutzpflanzen"
    Koordinator: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Phytopathologie und Pflanzenschutz, Prof. Dr. Holger B. Deising

    Globalisierung gestalten! Effiziente Ressourcennutzung für eine nachhaltige Entwicklung
    Koordinator: Universität Göttingen, Fakultät Agrarwissenschaften,
    Prof. Dr. Johannes Isselstein

    CROPSENSe
    Netzwerk für komplexe Sensorik zur Nutzpflanzenforschung, Züchtung und Bestandessteuerung
    Koordinator: Rheinische Friedrich - Wilhelms - Universität Bonn,
    INRES - Pflanzenernährung, Prof. Dr. Heiner E. Goldbach

    Multifunktionale Biomassesysteme
    Koordinator: Universität Hohenheim, Fakultät Agrarwissenschaften/
    Prof. Dr. Wilhelm Claupein und Prof. Dr. T. Jungbluth

    SYNBREED: Innovationscluster Synergistische Pflanzen- und Tierzucht
    Koordinator: TU München, WZW für Ernährung, Landnutzung und Umwelt,
    Prof. Dr. Chris-Carolin Schön

    Weitere Informationen über die Finalisten mit einer Beschreibung der Kompetenznetze erhalten Sie im Internet unter http://www.bmbf.de/de/11963.php


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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