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09.11.2000 10:52

Umweltforschung: TU Ilmenau macht ein Turbulenz-Fass auf

Wilfried Nax M. A. Pressestelle
Technische Universität Ilmenau

    Der Treibhauseffekt erwärmt die Erde. Wie wird das Klima morgen sein? Zuverlässige Antworten sind (noch) nicht möglich. Zu wenig erforscht sind die turbulenten Strömungen, die den Wärme- und Schadstofftransport in der Atmosphäre und in den Ozeanen kontrollieren:
    Das "Ilmenauer Fass" zur Turbulenzforschung ist ein weltweit einzigartiges wissenschaftliches Großgerät, das Einblicke in die noch unbekannte Feinstruktur turbulenter Strömungen gestattet und jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der "Sturm im Wasserfass" hilft, die Umwelt zu verstehen.

    Im "Ilmenauer Fass" werden Luft oder Wasser zwischen einer Heizplatte am Boden und einer hängenden Kühlplatte in turbulente Bewegung versetzt - ähnlich wie Luft über einer heißen Asphaltstraße oder Wasser in einem Kochtopf. Die große Abmessung und hohe Präzision des Fasses machen es möglich, selbst kleinste Wirbel mit modernsten Laserverfahren millimetergenau auszumessen. Durch Gegenüberstellung der experimentellen Resultate mit hochauflösenden numerischen Simulationen sowie durch Verwendung neuartiger, auf Prinzipien der Mikrotechnik beruhender Geschwindigkeits- und Temperatursensoren erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler einen Blick bislang unerreichter Schärfe auf die Feinstruktur turbulenter Konvektionsströmungen.

    Technische Daten des Großgerätes "Ilmenauer Fass":
    Höhe 7 m, Durchmesser 7 m, Wandstärke 20 cm , Gewicht der frei hängenden Kühlplatte ca. 4 Tonnen.

    Die Turbulenzforschung im Fass ist Teil einer Forschungsinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird getragen von der TU Ilmenau (FG Thermo- und Fluiddynamik, Prof. André Thess/FG Mikromechanik, Prof. Helmut Wurmus) in enger Kooperation mit den Universitäten Bayreuth und Oldenburg, dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) Göttingen. Das Projekt wird mit 1,5 Millionen DM von der DFG und dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.

    Präsentation des Großgerätes "Ilmenauer Fass":
    Donnerstag, 23. November 2000, 11.00-13.00 Uhr, am Standort im Ilmenauer Schortetal am Erlebnisbergwerk "Volle Rose" (Nähe Gaststätte Schortemühle).

    Kontakt/Information:
    TU Ilmenau, Fakultät für Maschinenbau
    Fachgebiet Thermo- und Fluiddynamik
    Prof. André Thess
    Tel. 03677-69 24 45
    Fax 03677-69 12 81
    e-mail: thess@tu-ilmenau.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Maschinenbau, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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