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25.06.2008 13:06

Google Forscher zu Gast am FZI Forschungszentrum Informatik

Vera Münch PR & TEXTE
Forschungszentrum Informatik

    Vortrag und Podiumsdiskussion "FZI im Dialog" des FZI Fördervereins am 30.06.2008 um 18.00 Uhr im FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe / Vorgestellt und diskutiert werden aktuelle Arbeiten für die Anwendungsentwicklung in webbasierten sozialen Netzwerken, die nach Bedarf Computer-Rechenleistung über das Internet nutzen / Die Informatik benutzt hierfür die Schlagworte Web 2.0 und Cloud Computing - Bestandteile des Internets der Dienste

    Karlsruhe, 26.06.2008 - Der Google Forscher Patrick Chanezon wird am Montag, dem 30.6. 2008 am FZI Forschungszentrum Karlsruhe zur Veranstaltung "FZI im Dialog" des FZI Fördervereins erwartet. Bei der Veranstaltung werden zwei wichtige Entwicklungen diskutiert: Erstens das "OpenSocial" Modell von Google - interoperable Programmierschnittstellen für die Anwendungsentwicklung in webbasierten sozialen Netzwerken - und zweitens das Angebot von Computer-Rechenleistung, die nach Bedarf über das Netz frei genutzt oder zugemietet werden kann. Die Informatik benutzt hierfür die Schlagworte Web 2.0 und Cloud Computing. Moderne, serviceorientierte Softwaretechnologien (SOA, SOC), die es ermöglichen, Softwarefunktionalitäten als modulare Fertigteile zu programmieren und sie nach dem Systembaukasten-Prinzip als Dienste (Services) ins Internet zu stellen (Software as a Service / SaaS), liefern die technischen Grundlagen für dieses "Internet der Dienste".

    Chanezon hält auf Einladung von Professor Dr. Stefan Tai, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik und Professor am Karlsruhe Service Research Institute (KSRI) an der Universität Karlsruhe (TH) bei "FZI im Dialog" den Hauptvortrag zum Thema "Social Applications in the Cloud: Open Social and Google App Engine". Tai, dessen Forschungsschwerpunkt auf modernen Techniken für ein integriertes Internet liegt, eröffnet den Informations- und Diskussionsabend mit dem Thema "Clouds: Computing power - and opportunities - in the hands of many". Veranstaltungssprache ist Englisch. Im FZI Förderverein engagieren sich rund 100 Unternehmen und Institute, vornehmlich aus der Technologieregion Karlsruhe. Sie nutzen den Verein als Netzwerk für den Wissensaustausch zu methodischen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um Innovationen mit Informatik.

    Die Forscherinnen und Forscher, die sich mit Service Engineering, Service Oriented Computing (SOC) und Cloud Computing beschäftigen, arbeiten an neuen Modellen, die beschreiben, wie das Internet der Dienste zur Entwicklung flexibler skalierbarer Anwendungen eingesetzt werden kann. Schon heute wird im Internet ein nahezu grenzenloser Pool von Diensten mit spezifischen Softwarefunktionalitäten angeboten; programmiert und bereitgestellt von Wissenschaftlern, Unternehmen und Privatpersonen auf der ganzen Welt. Die mit den Diensten verfügbaren Funktionen und Daten können mit eigenen Programmteilen zu einer individuellen Softwarelösung komponiert werden. Rechenleistung, die zur Ausführung insbesondere von hoch-skalierbaren Anwendungen benötigt wird, kommt ebenfalls aus dem Netz: die Infrastruktur wird in Form von Diensten mit Nutzungsmodellen in einem Markt angeboten.

    Die Geschäftsmodelle zum Service- und Ressourcen-Angebot sind unterschiedlich und noch lange nicht ausgereift: Große Unternehmen wie Google versuchen, sowohl die Services, als auch die Hardwareleistung als eigene Produkte im Bündel zu vermarkten. Kleinere Unternehmen und die Wissenschaft setzen auf Verteilung der Aufgaben in Produktions- und Zuliefernetzwerken, wie sie beispielsweise in der Fertigungsindustrie üblich sind, und einer Kombination der Lösungen nach Bedarf (Mash-Ups).

    Pressevertreter sind zur Teilnahme eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte wenden Sie sich an Juliane Willsenach, Tel. 0721-9654-908, eMail: willsenach@fzi.de oder an Vera Münch (s.u.).

    Hintergrund für die Redaktion:
    Technik, Anwendungsbeispiel und Marktsituation

    Für jede Situation die passende Softwarefunktionalität zur Hand zu haben und Kapazitätsengpässe bei der Hardware mit Hilfe des Internets problemlos zu überbrücken, wird nach Ansicht der Forschung in naher Zukunft ein alltägliches Vorgehen für Programmierer, Systemadministratoren und Anwender sein. Die internationale Forschung und Entwicklung in Wissenschaft und Softwareindustrie arbeitet mit Hochdruck an der Weiterentwicklung moderner Technologien (SOA, SOC), die es ermöglichen, Softwarefunktionalitäten als modulare Fertigteile zu programmieren und sie nach dem Systembaukasten-Prinzip als Dienste (Services) ins Internet zu stellen. Neuartige Infrastrukturen erlauben die Entwicklung und den Betrieb situativer Anwendungen, die auf die Dienste aus dem Netz zugreifen. Die Dienste lassen sich mit eigenen Programmteilen zu einer individuellen Softwarelösung erweitern und das Ergebnis kann dann wiederum über das Internet jedermann zur Verfügung gestellt werden. Reicht die Kapazität der eigenen Rechner zum Betrieb der Anwendung nicht oder zeitweise nicht aus, beispielsweise weil nach einer gelungenen Werbekampagne der Ansturm auf die Website stark ansteigt, kann man die Last auf vernetzte Computer verlagern, die als virtuelle Wolke (Cloud) im Internet auf Lastübernahme warten.

    Google gehört hier (wieder einmal) zu den Vorreitern bei der Entwicklung und kommerziellen Anwendung der neuen technischen Möglichkeiten. Mit der Google App Engine stellt Google einerseits bereits heute Entwicklungswerkzeuge bereit, mit denen sich Anwendungen für Googles Hardwareressourcen erstellen lassen. Andererseits ist Google selbst Anbieter von Diensten, die Unternehmen in ihre eigenen Applikationen einbauen können. So lässt sich zum Beispiel die Funktionalität des beliebten Navigationsdienstes "Google Maps" zukaufen und in eine eigene Software für den Vertrieb einbauen, etwa, um Außendienstmitarbeitern zu den firmenspezifischen Kundendaten auf ihrem Vertriebslaptop auch Lage- und Anfahrtsinformationen zu geben.

    Weitere Informationen
    FZI Forschungszentrum Informatik
    Haid-und-Neu-Str. 10-14
    76131 Karlsruhe
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Tai, Dipl.-Inform. Jens Nimis
    Telefon:+49 721 9654-716
    E-Mail: tai@fzi.de, nimis@fzi.de
    Internet: http://www.fzi.de

    Vera Münch PR+TEXTE
    Telefon: 05121/82613 mobil: +49 171 38 25 545
    E-Mail: info@vera.muench.de

    Über das FZI Forschungszentrum Informatik
    Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH). Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben, Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiterer Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen. Die Forschungseinrichtung ist gemeinnützig.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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