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27.06.2008 11:04

Reformation katholisch gesehen

Jens Panse Pressestelle
Universität Erfurt

    Gastvorlesung von Otto-Hermann Pesch am 2. Juli um 10.00 Uhr im Coelicum

    Das Bild Martin Luthers hat sich innerhalb der katholischen Kirche in den letzten 70 Jahren deutlich verändert. Auch katholische Theologen bezeichnen den Reformator heute als "gemeinsamen Lehrer der Christenheit". Anders sieht es hingegen mit der Reformationsgeschichte aus. Seit Studien der 1970er Jahre mit Titeln wie "Luther und die Reformation" oder "Geschichte und Theologie der Reformation im Grundriss" ist nur eine einzige Reformationsgeschichte aus katholischer Sicht erschienen. Es besteht also Nachholbedarf. Professor Dr. Dr. h.c. mult. Otto-Hermann Pesch macht dieses zum Gegenstand einer Gastvorlesung am Mittwoch, dem 2. Juli 2008, um 10 Uhr c.t. im Coelicum, Domstraße 10 (Zugang ist über die Toten Treppe möglich).

    Der bekannte und in beiden Konfessionen geschätzte Emeritus hält auf Einladung des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät Erfurt eine Vorlesung über "Die Reformation aus katholischer Sicht". Pesch ist für dieses Thema besonders ausgewiesen. Er lehrt lange Jahre Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Hamburg. Seine Forschungen zur Reformation sind international geachtet.

    Otto-Herrmann Pesch wurde 1931 in Köln geboren. Er studierte Philosophie und Katholische Theologie in Walberberg und München. 1965 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Er hatte von 1975-1998 eine Professur für Systematische Theologie, Schwerpunkt Kontroverstheologie, an der Universität Hamburg inne. Pesch, der auch eine Gastprofessur in Harvard wahrnahm, ist Mitglied u. a. des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen, der Academie internationale des sciences religieuses (Brüssel) und der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften e. V. (Hamburg). Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Luther und reformatorische Theologie, Thomas von Aquin und die mittelalterliche Theologie sowie gegenwärtige systematische Theologie im Kontext des ökumenisch-theologischen Gesprächs zwischen evangelischer und katholischer Kirche. Anfang des Jahres erhielt Pesch die Ehrendoktorwürde der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Jena.

    Aus seinem umfangreichen Werk sind folgende Monographien zu nennen: Theologie der Rechtfertigung bei Martin Luther und Thomas von Aquin: Versuch eines systematisch-theologischen Dialogs (Mainz 1967), Hinführung zu Luther (Mainz 1982), Thomas von Aquin. Grenze und Größe mittelalterlicher Theologie. Eine Einführung (Mainz 1988) und Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965). Vorgeschichte ? Verlauf ? Ergebnisse - Nachgeschichte (Würzburg 1993).

    Der Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte und die Katholisch-theologische Fakultät der Universität Erfurt laden hierzu die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Religion
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


     

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